Sachsen hilft Kommunen beim Ausbau von Wind und Solar
Viele Städte und Gemeinden in Sachsen tun sich schwer mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien. Die Planung von Windrädern oder großen Solarparks auf freien Flächen ist kompliziert und sorgt oft für Streit mit den Bürgern. Deshalb gibt es jetzt das Projekt „BEEKOMM“. Die Sächsische Energieagentur (SAENA) aus Dresden (Sachsen) hilft den Kommunen dabei, diese Hürden zu nehmen.
Um die Hilfe praxisnah zu machen, gibt es künftig vier regionale Ansprechpartner. Diese teilen sich die Planungsregionen Chemnitz, Oberlausitz-Niederschlesien, Oberes Elbtal-Osterzgebirge und Leipzig-Westsachsen auf. Die Experten kommen bei Bedarf direkt vor Ort vorbei. Sie beraten die Verwaltungen zum Beispiel dabei, wie man die Menschen im Ort besser einbindet und die Akzeptanz für die Energieprojekte steigert.
Zusätzlich gibt es einen sogenannten Schulungsbaukasten. Diesen entwickeln acht Landesenergieagenturen aus ganz Deutschland gemeinsam. Damit können die Mitarbeiter in den Ämtern ihr Wissen in Bereichen wie Planung und Kommunikation verbessern. Außerdem sollen sich die Kommunen untereinander vernetzen, um gute Erfahrungen auszutauschen.
Wer mehr wissen will, kann die neue Webseite unter www.saena.de/beekomm besuchen oder den Projektflyer herunterladen. Ab September starten zudem verschiedene Veranstaltungen.
Das gesamte Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit bei der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Es läuft von Mai 2026 bis April 2030. Bundesweit sollen etwa 4.300 Kommunen unterstützt werden.