Sachsen gründet Allianz gegen Cyberangriffe
Hackerangriffe, verschlüsselte Server und gestohlene Daten sind in sächsischen Behörden und Firmen längst Alltag. Um sich besser zu schützen, hat der Freistaat Sachsen (Dresden) am 31. August 2026 die Allianz 'Cyberabwehr Sachsen' ins Leben gerufen. Damit reagiert das Land auf die immer professioneller werdenden Angriffe aus dem Netz.
Es wird keine neue Behörde mit eigenem Gebäude und Personal gegründet. Stattdessen sollen die bestehenden Stellen besser zusammenarbeiten. Ziel ist es, Gefahren im digitalen Raum früher zu bemerken und gemeinsam abzuwehren. Sachsen ist damit eines von bisher fünf Bundesländern, die so ein Netzwerk aufgebaut haben.
In der Allianz arbeiten verschiedene Experten zusammen. Dazu gehören das Landeskriminalamt, das Landesamt für Verfassungsschutz und die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mit ihrer Zentralstelle zur Bekämpfung von Cybercrime. Auch die Digitalagentur Sachsen und das Sicherheitsnotfallteam SAX.CERT sind mit dabei. Die Gruppen erstellen ein gemeinsames Lagebild, damit Informationen über Angriffe schneller fließen. Das soll helfen, Taten schneller aufzuklären.
Die Zusammenarbeit ist auf mehreren Ebenen organisiert. Ein Lenkungskreis aus Amtschefs und Staatssekretären gibt die Richtung vor, während Koordinierungsgruppen die Strategie und das operative Geschäft steuern. Vertreten sind die Staatskanzlei sowie die Ministerien für Inneres, Justiz und für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz.
Ein wichtiger Punkt ist die Verbindung nach oben: Die Allianz ist direkt an das Nationale Cyber-Abwehrzentrum des Bundes angebunden. So gelangen Infos von lokalen Vorfällen schnell bis zur Bundesebene.
Mit diesem Schritt setzt der Freistaat einen Punkt aus seinem Koalitionsvertrag und seiner Strategie für Cybersicherheit um. Weitere Details zur Umsetzung der Maßnahmen liegen bislang nicht vor.