Saarlouis: Zoll findet Tabak in Geheimraum
Die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Saarbrücken (Saarland) war am 25. August unterwegs, um Tabakläden im Raum Saarlouis zu prüfen. Die Beamten suchten nach Waren, für die keine Steuern gezahlt wurden oder die gar nicht verkauft werden dürfen.
In einem der Geschäfte sah es zuerst nach einem erfolglosen Einsatz aus. In den Verkaufsräumen fanden die Beamten nichts Verdächtiges. Doch dann entdeckten sie im Keller einen verschlossenen Raum. Die Beamten vermuteten, dass dort die illegalen Waren versteckt waren. Da sie nicht einfach hineinkamen, nutzten sie einen Trick: Sie schoben ein Videoendoskop durch einen schmalen Spalt unter der Tür. So konnten sie im Inneren des Raumes die versteckten Vorräte sehen.
Als die Beamten den Raum schließlich öffneten, kamen 52 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak und 60 Liter E-Zigaretten zum Vorschein. Die Menge war so groß, dass die Beamten Hilfe von der Polizei Saarlouis brauchten, um alles abzutransportieren. Allein in diesem einen Laden lag der Steuerschaden bei über 21.000 Euro.
Insgesamt sicherten die Beamten bei allen Kontrollen mehr als 72 Liter E-Zigaretten und 52 Kilogramm Wasserpfeifentabak. Insgesamt verhinderten sie so einen Steuerschaden von 25.000 Euro. Die Tabakwaren wurden alle eingezogen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verantwortlichen der Läden strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.