Saarlouis: Asiatische Hornisse zerstört Ernten
In Saarlouis (Saarland) gibt es derzeit ein großes Problem mit der Asiatischen Hornisse. Ende August erreichen die Tiere ihre Höchstleistung. Aus den kleinen, hellbraunen Erstnestern sind mittlerweile große Sekundärnester geworden, aus denen immer mehr Insekten schlüpfen.
Die Folgen für die Landwirtschaft sind deutlich sichtbar. Im Obstbau fressen die Hornissen große, runde Löcher in Äpfel und Birnen. Oft höhlen sie die Früchte bis auf die Schale aus. Durch diese Wunden dringen Pilzsporen ein, sodass die Früchte direkt am Baum verfaulen und unbrauchbar werden.
Auch die Winzer haben zu kämpfen. Die Hornissen greifen reifende Weintrauben an und zerstören oft ganze Bündel. Das führt zu hohen Ernteverlusten. Zudem ist die Ernte gefährlich, da die verletzten Beeren Essigfliegen anziehen, was die Fäulnis noch beschleunigt. Im Gemüsebau, etwa bei Kürbissen oder Zucchini, jagen die Hornissen die Bestäuber direkt an den Blüten weg. Ohne diese Nützlinge verkümmern die Früchte.
Nicht nur die Ernte ist bedroht, sondern die gesamte Natur. Die Asiatische Hornisse verdrängt heimische Wildbienen, Wespen und Schmetterlinge. Das bringt das Gleichgewicht der Arten durcheinander. Sogar die Vögel leiden darunter: Da es an Insekten als Nahrung mangelt, haben es besonders die späten Singvogelbruten schwer, zu überleben.
Die Stadt möchte die Ausbreitung der Tiere nun genau überwachen und eindämmen. Deshalb gibt es einen Aufruf an die Bürger: Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, soll dies unter www.veluntina-saar.de melden.
Quelle: Saarlouis – zur Originalmeldung