Saalekreis nutzt ferngesteuerte Mähraupe für Naturschutz
In vielen Naturschutzgebieten im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) ist das Gelände zu steil oder zu unwegsam für normale Maschinen. Damit die wertvollen Flächen trotzdem gepflegt werden, hat der Landkreis eine ferngesteuerte Mähraupe angeschafft. Das Gerät kommt ab sofort zum Einsatz.
Die Maschine ist besonders für kleine Flächen gedacht, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden. So können Magerrasen, Trocken- und Feuchtwiesen oder Kalk-Trockenrasen besser erhalten werden. Das ist wichtig für seltene Pflanzen, wie zum Beispiel Orchideen, das Frühlings-Adonisröschen oder die Sibirische Schwertlilie.
In dieser Woche besuchte Staatssekretär Dr. Steffen Eichner den Ort Blösien, um sich die Leistungsfähigkeit der Raupe direkt vor Ort anzusehen. Die Maschine kostete gut 40.000 Euro. Finanziert wurde das Projekt größtenteils durch das Umweltministerium. 80 Prozent der Summe kamen aus EU-Mitteln, die restlichen 20 Prozent steuerte das Land bei.
Sabine Faulstich, die Dezernentin für Kreisentwicklung im Saalekreis, bezeichnete den Mähroboter als wichtigen Baustein für den Erhalt der Natur in der Region. Die Förderung lief über das Programm „Biodiversität, Schutzgebietssystem Natura 2000“. Das Landesverwaltungsamt war für die Bewilligung der Gelder zuständig.
Quelle: Saalekreis – zur Originalmeldung