Saalekreis baut Glasfaser-Netz für über 1000 Adressen aus
Im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) geht der Breitbandausbau einen großen Schritt voran. Die Verantwortlichen haben einen Vertrag mit der Firma MDDSL mbH unterzeichnet. Landrat Hartmut Handschak hatte das Dokument bereits zuvor unterschrieben. Bei der offiziellen Unterzeichnung waren auch Dezernentin Sabine Faulstich und Sandra Beichert vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales dabei.
Insgesamt profitieren mehr als 1.000 Adressen von dem Projekt. In der Gemeinde Landsberg sind es 669 Anschlüsse in den Ortschaften Obermaschwitz, Peißen, Reußen und Sietzsch. In der Gemeinde Wettin-Löbejün erhalten 393 Adressen in Domnitz und Schlettau Zugang zu Glasfaser. Welche Häuser genau versorgt werden, wurde Ende 2024 in einer Markterkundung ermittelt.
Das Ziel ist ein Internetanschluss, der mindestens 300 Mbit/s im Download und 150 Mbit/s im Upload schafft. Das ist besonders dort wichtig, wo die Leitung bisher zu langsam war. Die Kosten für den Ausbau sind hoch. Es gibt eine sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke von fast 2,6 Millionen Euro. Diese Summe übernimmt komplett das Land Sachsen-Anhalt über das Ministerium für Infrastruktur und Digitales.
Die Grundlage für die Finanzierung ist die sogenannte Gigabit-Richtlinie „Grauen-Flecken-Förderung 2025“, die am 28. Oktober 2025 beschlossen wurde. Nachdem der Kreistag zugestimmt und ein Vergabeverfahren durchlaufen wurde, erhielt die Firma MDDSL den Auftrag für die Umsetzung. Die Arbeiten müssen bis zum 31. Dezember 2029 abgeschlossen sein.
Quelle: Saalekreis – zur Originalmeldung