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Rutesheim (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg) bekommt neues Mobilitätskonzept

Copyright und Urheber siehe Rutesheim

Die Stadt hat Experten analysieren lassen, wie der Verkehr in Rutesheim läuft. Das Ergebnis ist ein positives Zeugnis für die bisherigen Maßnahmen.

Bürgermeisterin Susanne Widmaier und der Erste Beigeordnete Martin Killinger haben die Ergebnisse eines großen Mobilitätskonzepts präsentiert. Bereits im Juni 2018 hatte die Stadt das Planungsbüro BS Ingenieure beauftragt, den Verkehr in der Stadt genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei wurden Fußgänger, Radfahrer, Parkplätze und der Autoverkehr untersucht. Auch die Bürger wurden in Arbeitskreisen in die Planung einbezogen.

Das Fazit der Experten fällt gut aus: In vielen Bereichen muss Rutesheim kaum etwas ändern. Besonders beim Radverkehr und bei den Parkplätzen steht die Stadt bereits gut da. Auch der öffentliche Nahverkehr funktioniert gut. Die Stadtbuslinie 655 und das StadtTicket passen gut zu den S-Bahn-Linien S 6 und S 60. Die Stadt arbeitet zudem weiter daran, die Bushaltestellen barrierefrei zu machen und bessere Informationstafeln aufzustellen. Bei der S-Bahn und den überörtlichen Bussen muss die Stadt allerdings mit dem VVS und der Deutschen Bahn zusammenarbeiten.

Ein großes Thema war der Durchgangsverkehr. Die Zahlen zeigen, dass die Nordumfahrung viel gebracht hat: Seit 1999 ist der Durchgangsverkehr um etwa 78 Prozent gesunken. Aktuell machen diese Autos nur rund 20 Prozent des gesamten Verkehrs aus. In anderen Städten sind es oft 30 bis 40 Prozent. Eine weitere Umfahrung im Süden ist laut den Planern nicht möglich, weil die Häuser dort zu dicht stehen. Deshalb will die Stadt nun eher darauf setzen, dass die Autofahrer die Geschwindigkeiten einhalten und die Autobahn A8 oder die vorhandenen Umgehungsstraßen nutzen.

Trotz der guten Noten will die Stadt nicht stehen bleiben. Geplant sind weitere Radschutzstreifen, wie aktuell in der Flachter Straße, oder ein kostenloser Verleih von Lastenfahrrädern. Auch könnten in einigen Straßen die Geschwindigkeiten weiter gesenkt werden.

Um die Zukunft gemeinsam mit den Bürgern zu gestalten, wurden drei Arbeitskreise gebildet. Einer kümmert sich um den Autoverkehr und die Reduzierung des Durchgangsverkehrs. Der zweite Kreis befasst sich mit Fußgängern, Radfahrern, dem Busverkehr sowie E-Mobilität und Carsharing. Der dritte Kreis konzentriert sich auf die Parksituation in der Stadt.

Weitere Details zum Konzept und den Analysen liegen als PDF-Dokumente auf der Webseite der Stadt vor.

Quelle: Rutesheim – zur Originalmeldung

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