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Rutesheim erhält Bestnote für Verkehrskonzept

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Die Stadt hat ein umfassendes Mobilitätskonzept erstellen lassen. Die Experten kommen zu einem positiven Ergebnis: In Rutesheim läuft beim Verkehr bereits vieles richtig.

Die Stadt Rutesheim (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg) wollte genau wissen, wie es um ihren Verkehr steht. Deshalb hat die Verwaltung im Juni 2018 das Planungsbüro BS Ingenieure beauftragt. Die Experten sollten prüfen, wie Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer in der Stadt unterwegs sind und wo es hakt.

Das Ergebnis ist ein Lob für die Stadt. Laut den Planern ist die Mobilität in Rutesheim auf einem sehr guten Niveau. Besonders beim Radverkehr steht die Stadt gut da, was auch ein früherer Test des ADFC gezeigt hatte. Auch bei den Parkplätzen gibt es kaum Grund für Änderungen; die Anzahl und Verteilung der Plätze passen laut Gutachten.

Ein großes Thema war der Durchgangsverkehr. Hier zeigt sich, dass die Nordumfahrung viel bewirkt hat: Seit 1999 ist der Durchgangsverkehr um etwa 78 Prozent gesunken. Aktuell machen die Autos, die die Stadt nur durchqueren, nur rund 20 Prozent des gesamten Verkehrs aus. In anderen Städten sind es oft 30 bis 40 Prozent. Eine weitere Umgehungsstraße im Süden ist laut den Experten nicht möglich, weil die Häuser dort zu dicht stehen.

Auch beim Bus und der S-Bahn sieht es gut aus. Die Stadtbuslinie 655 und das StadtTicket sind gut an die S-Bahnen S 6 und S 60 angebunden. Die Haltestellen werden Schritt für Schritt barrierefrei ausgebaut. Bei den Zügen und überörtlichen Bussen muss die Stadt allerdings mit der Deutschen Bahn und dem VVS zusammenarbeiten.

Trotz der guten Noten will die Stadt nicht stehen bleiben. Es sind weitere Radschutzstreifen geplant, zum Beispiel in der Flachter Straße. Außerdem soll es einen kostenlosen Verleih für Lastenfahrräder geben. In einigen Straßen könnte die Geschwindigkeit gesenkt werden, um den Lärm zu reduzieren.

Bürgermeisterin Susanne Widmaier und Erster Beigeordneter Martin Killinger haben die Ergebnisse kürzlich bei einem Informationsabend im Schulzentrum vorgestellt. Dort diskutierten rund 70 Einwohner über die Zukunft. Um die Bürger weiter einzubinden, wurden drei Arbeitskreise gegründet. Diese beschäftigen sich mit dem motorisierten Verkehr, dem Umweltverbund (Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV) und der Parksituation.

Quelle: Rutesheim – zur Originalmeldung

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