Rüsselsheim schafft neues Naturgebiet an der Karlsbader Straße
An der Karlsbader Straße in Rüsselsheim am Main (Groß-Gerau, Hessen) hat die Stadt eine Fläche grundlegend verändert. Wo früher nur eine naturnah gepflegte Wiese war, gibt es jetzt ein sogenanntes Trittsteinbiotop. Solche kleinen Naturflächen dienen als wichtige Zwischenstationen für Tiere und Pflanzen, damit diese besser zwischen verschiedenen Lebensräumen hin- und herwandern können.
Die Stadt hat dabei auf eine große Vielfalt an Strukturen gesetzt. Es gibt nun Steinhaufen für Reptilien und Insekten sowie eine Trockenmauer für wärmeliebende Arten. Auch Benjeshecken aus aufgeschichtetem Schnittgut wurden gepflanzt, die mit der Zeit zu echten Hecken heranwachsen. Für Wildbienen, die im Boden nisten, wurde ein Sandarium angelegt. Zudem gibt es begrünte Gabionen und Totholz, was vor allem Pilzen und kleinen Krabbeltieren hilft.
Ein besonderer Blickfang ist der Mittelteil der Fläche. Dieser wurde wie ein Weinberg geformt und passend bepflanzt. Hier wachsen bereits Pflanzen wie Ysop, Natternkopf, Berberitze und verschiedene Rosensorten. Um das Ganze abzurunden, folgen im Herbst weitere Ansaaten für den bodennahen Bewuchs. Die umliegenden Strauchinseln sollen zudem Vögeln Schutz und Futter bieten.
Stadtrat Simon Valerius betont, dass die Fläche damit nicht nur ökologisch, sondern auch optisch aufgewertet wurde. Das Projekt ist Teil des Programms „Label StadtGrün naturnah“. Viele der Elemente im Biotop sollen Gartenbesitzern als Inspiration dienen, wie sie selbst die Natur in ihren Gärten fördern können.
Damit die Passanten wissen, was dort eigentlich passiert ist, stellt die Stadt noch eine Informationstafel auf. Diese Stele wird einen QR-Code haben, über den man direkt auf eine Internetseite mit Details zur Gestaltung und den Pflanzen gelangt.