Rüsselsheim holt 309.000 Euro für KI-Assistenten
In der Verwaltung in Rüsselsheim am Main (Landkreis Groß-Gerau, Hessen) gibt es oft die gleichen Aufgaben, die immer wieder anfallen. Das soll sich nun ändern. Die Stadt bekommt vom hessischen Digitalministerium 309.000 Euro. Das Geld fließt in das Projekt „Souveräne digitale Assistenz für Kommunen“. Staatssekretär Dr. Nicolas Sölter hat den Bescheid über die Förderung am 22. Juli 2026 offiziell an Oberbürgermeister Patrick Burghardt übergeben.
Mit dem Geld soll ein KI-System aufgebaut werden, das den Mitarbeitern im Rathaus den Rücken freihält. Geplant sind drei konkrete Werkzeuge. Erstens soll eine KI dabei helfen, Protokolle von Sitzungen zu schreiben. Das System erstellt die Texte automatisch aus Notizen oder Audio-Aufnahmen und prüft sie auf Fehler. Zweitens kommt eine intelligente Suchfunktion. Diese durchsucht Archive und Projektdokumente, damit die Beamten Informationen schneller finden.
Das dritte Tool ist ein E-Mail-Assistent. Dieser soll Post sortieren, Prioritäten setzen und Antworten teilweise schon vorbereiten. Außerdem soll die KI lange E-Mail-Verläufe kurz zusammenfassen, damit man nicht alles lesen muss.
Die Stadt nutzt dafür eine Plattform, die in Deutschland betrieben wird. So soll sichergestellt werden, dass die Daten geschützt bleiben. Rüsselsheim will mit dem Projekt eine Art Vorlage schaffen. Wenn die Technik funktioniert, können andere Städte und Gemeinden in Hessen dieses Modell einfach übernehmen.
Das Ganze ist Teil des Programms „Starke Heimat Hessen“. Das Land stellt hierfür seit 2021 jährlich rund 15,5 Millionen Euro bereit, um die Digitalisierung in den Kommunen voranzutreiben. Bisher wurden so bereits 149 Projekte mit insgesamt 110 Millionen Euro gefördert.