Rudolstadt setzt auf Holzvogel in neuer Radiowerbung
In Rudolstadt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen) bereitet man sich auf das nächste Vogelschießen vor. Das Fest auf der Bleichwiese an der Saale will sich bewusst vom normalen Jahrmarkt abheben. Es soll eine Mischung aus Tradition und moderner Technik sein.
Um das Ganze zu bewerben, wurden neue Radiospots entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte Holzvogel. In einem der Spots „packt der Vogel aus“. Er spricht selbst und erzählt aus seiner Sicht, wie es ist, seit 300 Jahren dabei zu sein. Er ist ein bisschen neidisch auf die modernen Fahrgeschäfte, wie den 80 Meter hohen Freifallturm, bleibt aber die wichtigste Figur des Festes.
Zwei weitere Werbespots ergänzen die Kampagne. Einer spielt mit der Geschichte von Friedrich Schiller, der das Fest früher schon bekannt gemacht hat. Der andere vergleicht die kurze Zeit eines Radiospots mit dem schnellen Fall aus dem Freifallturm.
Besonderen Aufwand gab es beim Ton. Der Produzent Hendrik Püschel wollte ein Geräusch, das sofort Aufmerksamkeit erregt: das Zischen eines Armbrustbolzens, der in Holz einschlägt. Da es solche Töne nicht fertig zu kaufen gibt, musste experimentiert werden. Am Ende halfen ein Stück Kaminholz, ein Zollstock und ein Schraubenzieher, um den passenden Sound zu erzeugen.
Die neuen Spots laufen ab dem 18. August in den Thüringer Radiostationen. Gesprochen haben die Texte Conrad Voigt, Kassandra von den Steinen und Luca Nauschütz vom theater-spiel-laden.
Quelle: Rudolstadt – zur Originalmeldung