Rudolstadt erinnert an Fürst Ludwig Friedrich II.
Rudolstadt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen) blickt auf seine Geschichte zurück. In der aktuellen Ausgabe der Reihe „Kopf der Woche“ steht Fürst Ludwig Friedrich II. im Mittelpunkt. Er regierte das Fürstentum von 1793 bis 1807 und prägte die Stadt nachhaltig.
Der Fürst war für seine Zeit sehr modern eingestellt. Er wollte, dass die Menschen selbstständig denken und förderte Bildung und Kunst. Zusammen mit seiner Frau Karoline machte er den Hof zu einem Treffpunkt für Gelehrte und Künstler. Besonders eng waren die Verbindungen zur Weimarer Klassik. So wurde das Komödienhaus am Anger zu einer wichtigen Spielstätte, an der sogar Goethe mitwirkte. Friedrich Schiller selbst besuchte die Stadt 1799.
Auch die Bildung sollte nicht nur dem Adel vorbehalten sein. Ludwig Friedrich II. kaufte eine große Bibliothek mit rund 16.000 Büchern und öffnete sie für die Bürger. Damit legte er den Grundstein für das heutige kulturelle Selbstverständnis der Stadt, die sich heute als „Schillerstadt“ bezeichnet.
Das Ende seiner Regierungszeit war schwierig. Napoleon und seine Armeen besetzten das Land. Der Fürst versuchte diplomatisch, die Unabhängigkeit Rudolstadts zu retten. Er erreichte dies durch den Beitritt zum Rheinbund im April 1807. Nur wenige Tage später, am 28. April 1807, starb er im Alter von nur 39 Jahren.
Die Stadt sieht in diesem Erbe den Grund für das heutige vielfältige Angebot aus Museen, Theatern und dem bekannten Rudolstadt-Festival. Weitere Porträts bedeutender Persönlichkeiten der Stadtgeschichte folgen in der Reihe „Kopf der Woche“.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Rudolstadt – zur Originalmeldung