Rudolstadt: Azubis bringen neuen Schwung in Schillerwanderweg
In Rudolstadt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen) gibt es jetzt eine modernere Art, den Spuren von Friedrich Schiller zu folgen. Sechs Auszubildende der Stadtverwaltung im zweiten Lehrjahr haben den örtlichen Schillerwanderweg komplett überarbeitet. Das Ziel war es, den Weg für Gäste und Einheimische interessanter zu machen, da die alten Flyer und Infos nicht mehr verfügbar waren.
Die Azubis haben zwei verschiedene Routen entworfen. Wer es kurz mag, bleibt in der Innenstadt. Wer mehr sehen will, wandert bis nach Volkstedt und zur Schillershöhe. Beide Wege führen an Orten vorbei, die für Schiller wichtig waren, und zeigen gleichzeitig die Natur rund um die Stadt.
Das Herzstück der Neuerung ist ein digitaler Audioguide. Unter schillerwanderweg.rudolstadt.de können Besucher die Tour starten. Damit es lebendig klingt, haben zwei Schauspieler vom Schiller-Theater mitgewirkt: Markus Ostberg spricht die Rolle von Friedrich Schiller, Anne Kies die von Charlotte von Lengefeld.
Neben der Technik gibt es auch neue Flyer und Infotafeln, sogenannte Stelen. Die erste dieser Tafeln steht bereits an der Stadtkirche St. Andreas. Insgesamt sollen acht weitere Tafeln an den verschiedenen Stationen des Weges aufgestellt werden.
Finanziert wurde das Ganze teilweise durch Spenden. Die Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt gab 1.800 Euro für die erste Stele, der Förderverein des Schillerhauses steuerte weitere 200 Euro bei. Erfahrene Kollegen aus der Stadtverwaltung haben den Jugendlichen bei der Planung und der Suche nach Geld geholfen.
Solche Projekte gehören fest zur Ausbildung in Rudolstadt. Azubis im zweiten Lehrjahr dürfen eigene Ideen für die Stadt entwickeln und selbstständig umsetzen. In der Vergangenheit entstanden so zum Beispiel neue Waldflächen oder Nisthilfen für Vögel.
Nach der offiziellen Vorstellung im Schillerhaus, bei der es auch selbst gebackene „Schillerlocken“ gab, haben die Auszubildenden das Projekt an die Tourismusleiterin Cara-Maria Trost übergeben. Sie sorgt nun dafür, dass die restlichen Infotafeln aufgestellt werden. Für eine weitere Stele hat die Kreissparkasse bereits zugesagt.
Quelle: Rudolstadt – zur Originalmeldung