Rosenheim plant neue Wärmeversorgung für die Stadt
Die Stadt Rosenheim (Oberbayern) und die Stadtwerke haben ein großes Projekt gestartet: die kommunale Wärmeplanung. Dabei geht es darum, langfristig eine sichere und bezahlbare Wärmeversorgung für die gesamte Stadt zu finden, die gleichzeitig gut für das Klima ist.
Für die Bewohner bedeutet das erst einmal nichts Schlimmes. Niemand wird gezwungen, sofort seine Heizung auszutauschen. Die Planung soll den Menschen in Rosenheim eher als Hilfe dienen. Wer in Zukunft seine Heizung ersetzen oder das Haus energetisch sanieren will, soll durch den Plan besser wissen, welche Möglichkeiten es an seinem Standort überhaupt gibt.
Der Ablauf ist in mehrere Schritte unterteilt. Zuerst schauen die Experten, wie viel Wärme in der Stadt aktuell gebraucht wird und welche Leitungen bereits im Boden liegen. Danach wird geprüft, welche erneuerbaren Energien oder Abwärmen man in Rosenheim nutzen kann. Am Ende wird die Stadt in verschiedene Gebiete aufgeteilt. Für jedes Gebiet wird die beste Lösung gesucht. Dabei achten die Planer vor allem auf die Kosten, die Sicherheit der Versorgung und die Umweltbelastung. Die Stadtwerke liefern dafür die nötigen Daten und ihr Fachwissen.
Die Stadt will das Ganze offen machen. Ein erstes Treffen mit Partnern aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Verwaltung hat bereits stattgefunden. Im Herbst folgt eine Veranstaltung für die Bürger. Der fertige Wärmeplan soll bis Ende Juni 2028 vorliegen.
Wer wissen will, wie es vorangeht, kann die Ergebnisse in den Medien oder auf der Homepage der Stadt verfolgen. Dort können sich die Bürger auch zu den Ergebnissen äußern. Die rechtliche Basis für das Ganze ist das Wärmeplanungsgesetz von 2024 und die entsprechenden Regeln in Bayern.
Quelle: Rosenheim – zur Originalmeldung