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Rommerskirchen: Streit um Bau der Umgehungsstraße B 477 n

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Bürgermeister und Landtags-Abgeordnete sind wütend auf den Verkehrsminister. Die geplante Umgehungsstraße scheint wieder einmal auf der langen Bank zu liegen.

In Rommerskirchen (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) gibt es neuen Ärger um die B 477 n. Bürgermeister Dr. Martin Mertens (SPD) und die Landtags-Abgeordnete Heike Troles (CDU) zeigen sich einig: Sie sind sauer auf Verkehrsminister Oliver Krischer von den Grünen.

Der Grund für den Streit ist ein Schreiben des Ministers an die Gemeinde. Darin schiebt er den Bau der Umgehungsstraße erneut auf. Heike Troles besuchte diese Woche das Rathaus in Rommerskirchen und kritisierte die Entscheidung. Sie betonte, dass die Straße im Bundesverkehrswegeplan eigentlich die höchste Priorität habe.

Auch Bürgermeister Mertens ist nicht zufrieden. Er spricht von „windelweichen Aussagen“ des Ministers. Krischer begründete die Verzögerung damit, dass Verkehrsgutachten aktualisiert werden müssten und sich die erwarteten Verkehrsmengen bis zum Jahr 2040 ändern könnten. Am Ende hieß es vom Minister, dass man heute noch gar nicht sagen könne, wann der Bau überhaupt beginnt.

Für den Bürgermeister ist das problematisch. Die B 477 n sei eine wichtige Verbindung zwischen den Regionen Bergheim, Bedburg und Neuss, besonders wenn man den Strukturwandel in der Gegend bedenkt. Die Menschen in Anstel, Frixheim, Nettesheim, Butzheim und Eckum fordern die Straße schon seit Jahren.

Bisher unterstützten im Gemeinderat alle Fraktionen den Bau, sogar die Grünen. Mertens und Troles treten deshalb gemeinsam als „rot-schwarze Koalition“ auf, um den Druck auf das Ministerium zu erhöhen.

Ob und wann die Planungen nun konkret weitergehen, bleibt offen.

Quelle: Rommerskirchen – zur Originalmeldung

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