Rommerskirchen plant besseren Schutz vor extremer Hitze
In Rommerskirchen (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) war es in diesem Jahr extrem heiß. Die Temperaturen kletterten auf bis zu 40 Grad. Das ist vor allem für Senioren, kranke Menschen und Kinder gefährlich. Deshalb will die Gemeinde jetzt besser vorsorgen.
Klimaschutzmanagerin Pauline Backes hat bereits erste Schritte eingeleitet. Es gibt Informationsmaterial für Schulen, Kitas, Apotheken und Seniorenheime. Zudem gibt es Tipps gegen die Hitze in den sozialen Medien. Wer Fragen hat, kann sich direkt an Frau Backes wenden.
Ein großes Thema ist dabei die Bauplanung. Baudezernent Ulrich Baum erklärt, dass neue Gebäude und Wohngebiete von Anfang an so geplant werden müssen, dass sie im Sommer nicht zu heiß werden. Ein Beispiel sind die „Giller Höfen“. In diesem neuen Baugebiet wird der Hitzeschutz bereits jetzt fest eingeplant. Baum betont, dass man vor allem auf Verschattung setzen muss. Da Bäume aber Zeit zum Wachsen brauchen, müssen diese Maßnahmen frühzeitig umgesetzt werden.
Für die Planung nutzt die Verwaltung den Klimaatlas des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima NRW. Diese Karten zeigen, wo die Hitze besonders belastend ist. Auf dieser Basis wird ein Konzept erstellt, um weitere Maßnahmen zu finden. Auch Privatleute können den Atlas nutzen. Dort gibt es ein Gründachkataster, das zeigt, ob sich eine Begrünung des eigenen Dachs lohnt. Ob die Statik des Hauses das auch aushält, muss man allerdings selbst prüfen.
Wer sich allgemein über den Schutz vor Hitze oder Starkregen informieren will, kann die kostenlosen Beratungen des Projekts „Klimakoffer.nrw“ der Verbraucherzentrale NRW nutzen.
Wie es genau weitergeht, wird die Gemeinde bald bekannt geben. Bis zur nächsten Ratssitzung am 17. September wird ein vollständiger Bericht über den aktuellen Stand der Maßnahmen erstellt.