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Rommerskirchen: Ausflugstipp für die Sommerferien am Gillbach

Copyright und Urheber siehe Rommerskirchen

Wer in den Ferien nicht wegfahren will, findet in Rommerskirchen ein Ziel direkt vor der Haustür. Die Gillbachaue bietet Natur, Geschichte und Abkühlung.

In Rommerskirchen (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) gibt es für die Sommerferien ein Ziel, für das man nicht weit reisen muss. Die Gillbachaue lädt zum Spazieren, Wandern oder Radfahren ein. Besonders an heißen Tagen ist der Weg attraktiv, weil die dichte Vegetation für kühlere Luft sorgt.

Der Naturwanderweg ist rund 16 Kilometer lang. Er führt vom Bergerhof im Süden bis zur Kläranlage Villau. Wer die ganze Strecke läuft, muss mit etwa vier Stunden Gehzeit rechnen. Der Weg ist moderat, es gibt 70 Meter Aufstieg und 92 Meter Abstieg. Für Familien gibt es Spielplätze, zum Beispiel an der Albrecht-Dürer-Allee, und eine sogenannte Steinschlange aus bemalten Kieseln.

Neu sind vier Informationsstelen entlang des Bachs. Sie erklären die Geschichte des Gebiets und die Tier- und Pflanzenwelt. Für Kinder gibt es den Gillbold-Erzählpfad, bei dem ein kleiner Kobold die Kleinen mit Geschichten durch die Natur begleitet.

Auch Geschichtsinteressierte kommen auf ihre Kosten. Entlang des Weges sieht man römische Entwässerungskanäle, die Lambertuskapelle in Ramrath aus dem Frühmittelalter, die Wasserburg Anstel und alte Fachwerkhäuser. Am Romaricusweg gibt es ein „Archäologisches Fenster“, durch das man einen echten römischen Kanal einer „villa rustica“ sehen kann. Im Kulturzentrum Sinsteden steht zudem ein römischer Bleisarkophag, der als „ältester Rommerskirchener“ gilt.

Für Radfahrer gibt es die „Gillbach Aue – Blick auf die Erft-Runde“. Diese Tour ist 27 Kilometer lang, führt über befestigte Wege und ist familienfreundlich. Wer es lieber digital mag, findet die Route kostenlos in der Outdooractive-App unter dem Stichwort „Gillbachaue Naturwanderweg Rommerskirchen“.

Die Gemeinde bittet die Besucher um Rücksicht auf die Natur. Da die Aue ein geschützter Kulturlandschaftsbereich ist, gibt es strenge Regeln. So wird auf künstliche Beleuchtung verzichtet, um den Tieren ihren Lebensraum zu lassen. Hunde müssen vor allem in Wasserschutzbereichen an der Leine geführt werden.

Für die Anreise gibt es zwei gute Möglichkeiten: Der Bergerhof ist der Startpunkt für die große 16-Kilometer-Route. Wer eine kürzere Runde von etwa 10,5 Kilometern machen möchte, kann am Bahnhof Rommerskirchen starten, wo es öffentliche Parkplätze gibt.

Quelle: Rommerskirchen – zur Originalmeldung

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