Robert Niedergesäß wird Chef des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses
Robert Niedergesäß, der Landrat aus dem Landkreis Ebersberg (Oberbayern), hat eine neue wichtige Aufgabe übernommen. In einer Sitzung im Haus der bayerischen Landkreise in München wurde er zum Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Verbraucherschutz gewählt. Alle Mitglieder des Ausschusses stimmten für ihn. Als sein Stellvertreter wurde zudem Klaus Löffler, der Landrat aus dem Landkreis Kronach, gewählt.
In diesem Ausschuss geht es um Themen, die den Alltag in den Landkreisen direkt beeinflussen. Dazu gehören vor allem die Digitalisierung, die Wirtschaft und der Verbraucherschutz. Ein großer Schwerpunkt liegt auf der Mobilität, also darauf, wie die Menschen in den Regionen von A nach B kommen, sei es mit dem Auto oder dem Bus.
Niedergesäß bringt für diesen Posten viel Erfahrung mit. Er ist bereits Sprecher der MVV-Verbundlandkreise und -städte und vertritt dort die Interessen von 15 Landkreisen sowie den Städten Rosenheim und Landshut. Zudem leitet er seit 2024 die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK), wo er sich für bessere Radwege einsetzt.
Neben den Wahlen wurden in der Sitzung auch konkrete Probleme besprochen. Ein Thema war die digitale Kfz-Zulassung. Der Bund plant hier eine Zentralisierung. Der Ausschuss ist jedoch der Meinung, dass die Digitalisierung nicht dazu führen darf, dass die lokalen Zulassungsstellen in den Landkreisen benachteiligt werden.
Zuletzt sprach sich der Ausschuss mit dem Bayerischen Handwerkstag aus. Dabei ging es um den Fachkräftemangel und die Frage, wie man mehr junge Leute für das Handwerk gewinnen kann. Die Beteiligten waren sich einig: Damit die Wirtschaft in den Landkreisen läuft, brauchen die Handwerksbetriebe weniger Bürokratie und bessere Schulen.