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Rheingau-Taunus-Kreis: Brandgeruch aus Belgien sorgt für Notruf-Flut

Große Brände in Belgien lassen den Rheingau-Taunus-Kreis stinken. Die Leitstelle kämpft mit einer Flut an Anrufen.

In weiten Teilen des Rheingau-Taunus-Kreises (Hessen) riecht es seit einiger Zeit massiv nach Brand. Die Ursache liegt jedoch nicht in der eigenen Region, sondern weit weg in Belgien. Dort wüten große Brände, deren Rauch bis nach Hessen getragen wird.

Am Montag spitzte sich die Lage zu. Ab 15:45 Uhr gingen innerhalb einer einzigen Stunde mehr als 50 Notrufe bei der zentralen Leitstelle ein. Die Menschen bemerkten den Geruch und riefen besorgt an. Das führte dazu, dass die Leitstelle kaum noch erreichbar war. Um das Chaos zu bewältigen, mussten sofort mehr Leute an die Telefone geholt werden, damit echte Notfälle nicht in der Warteschleife hängen.

Die Feuerwehr hat deshalb ihr Vorgehen geändert. Wenn jemand nur anruft, weil es nach Brand riecht, rücken die Einsatzkräfte nicht mehr automatisch aus. Die Feuerwehr wird nur noch dann alarmiert, wenn die Anrufer auch wirklich Flammen oder eine konkrete Rauchentwicklung sehen.

Die Strategie ist nötig, weil die letzten Einsätze umsonst waren. Seit Sonntag rückten die Feuerwehren insgesamt acht Mal aus, weil Bürger Brandgeruch gemeldet hatten. Jedes Mal stellte sich heraus: Es gibt vor Ort gar kein Feuer. Es war lediglich der Rauch aus Belgien.

Die Behörden bitten die Bevölkerung, die Warn-Apps und sozialen Medien zu beobachten. Wer nur den Geruch wahrnimmt, soll die 112 nicht anrufen. Nur bei echten Anzeichen für ein Feuer ist der Notruf weiterhin wichtig. Zudem wird empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen, die Luft von außen holen, auszuschalten.

Quelle: Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst Rheingau-Taunus-Kreis – zur Originalmeldung

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