Rhein-Lahn-Kreis sucht neue Wunschgroßeltern für Familien
Im Rhein-Lahn-Kreis (Rheinland-Pfalz) gibt es ein besonderes Projekt: „Wunschgroßeltern“. Die Idee ist einfach. Viele junge Eltern wohnen weit weg von ihrer Heimat und haben keine Großeltern in der Nähe, die ihnen im Alltag helfen oder eine Beziehung zu den Kindern aufbauen könnten. Gleichzeitig gibt es viele Senioren, die einsam sind und sich Kontakt zu Kindern wünschen.
Das Seniorenbüro „Die Brücke“ bringt diese Menschen zusammen. Damit das klappt, müssen beide Seiten einen Fragebogen ausfüllen. So wird geprüft, ob die Chemie zwischen den Leuten passt. Wer als Wunschgroßeltern einsteigen möchte, muss zudem ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass es hier nicht um einen Job geht. Die Wunschgroßeltern sind keine bezahlten Tagesmütter, keine Haushaltshilfen und auch kein Betreuungspersonal. Es geht rein um die gegenseitige Unterstützung und die gemeinsame Zeit.
Aktuell gibt es einen großen Bedarf. In fast allen Verbandsgemeinden und auch in Lahnstein stehen Familien auf einer Warteliste. Deshalb werden dringend neue engagierte Senioren gesucht. Damit die Ehrenamtlichen nicht allein gelassen werden, bietet das Büro auf Wunsch regelmäßige Gesprächskreise zum Austausch an.
Wer Interesse hat, kann sich nun informieren. Am Montag, den 24. August, findet um 16 Uhr eine Infoveranstaltung im Kreishaus in Bad Ems statt. Uschi Rustler und Edith Lawrenz vom Seniorenbüro stellen dort das Projekt und den Ablauf der Vermittlung vor. Außerdem berichten eine Familie aus der Verbandsgemeinde Loreley und ihre Wunschgroßeltern aus eigener Erfahrung.
Interessierte können sich unter der Telefonnummer 02603/972-336 oder per E-Mail an [email protected] beim Seniorenbüro „Die Brücke“ anmelden.