Rhein-Kreis Neuss: Hubschrauber findet Vermissten
Am Montagabend (27. Juli) suchte die Polizei im Rhein-Kreis Neuss (Nordrhein-Westfalen) nach einem vermissten Mann. Die Beamten setzten einen Hubschrauber ein, um das Gebiet aus der Luft abzusuchen. Das Fluggerät hatte Erfolg und konnte den Mann schließlich orten.
Gegen 22:15 Uhr fanden die Polizisten am Boden den Vermissten. Rettungskräfte nahmen ihn sofort in Obhut und brachten ihn in ein Krankenhaus, damit er medizinisch versorgt werden konnte.
Während der Suche kam es jedoch zu einem Problem in der Notrufzentrale. Beinahe 40 Menschen aus Neuss wählten die 110, weil sie wissen wollten, warum der Hubschrauber im Einsatz war oder wie lange die Suche noch dauert. Die Mitarbeiter der Leitstelle mussten diese Gespräche schnell beenden, damit die Leitungen für echte Notfälle frei bleiben. Die Polizei war verärgert, da die Sachbearbeiter so von ihrer eigentlichen Arbeit abgelenkt wurden.
Die Beamten warnen nun eindringlich davor, den Notruf für einfache Fragen zu nutzen. Wer die 110 mutwillig missbraucht, macht sich strafbar und riskiert eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Wenn die Polizei Hilfe braucht oder eine Gefahr für die Bevölkerung besteht, informiert sie über soziale Medien, Presse oder Rundfunk.
Wer allgemeine Fragen, Beschwerden oder Anregungen hat, soll künftig die Telefonnummer 02131 3000 nutzen und nicht den Notruf wählen. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss – zur Originalmeldung