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Rellingen wird Modellgemeinde für mehr Artenvielfalt

Copyright und Urheber siehe Rellingen

Die Gemeinde Rellingen setzt auf ein neues Handbuch für die Natur. Staatssekretärin Katja Günther besuchte den Ort, um das Projekt zu begutachten.

Am vergangenen Freitag war Besuch aus Kiel in Rellingen (Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein). Staatssekretärin Katja Günther vom Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur kam in die Gemeinde. Es geht um ein spezielles Modellprojekt zur Biodiversität. Rellingen will damit zeigen, wie man auf öffentlichen Flächen die Artenvielfalt besser schützt und fördert.

Die Gemeinde hat dafür ein eigenes Handbuch entwickelt. Im letzten Jahr haben Experten vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und dem Büro ALSE alle öffentlichen Flächen im Ort genau unter die Lupe genommen. Sie haben gezählt, welche Pflanzen und Tiere dort leben. Auf dieser Basis gibt es nun für jede Fläche einen Plan. Das reicht von neuen, heimischen Stauden über Nistplätze für Tiere bis hin zu neuen Plänen, wie und wann gemäht wird.

Nach einem Gespräch im Rathaus schaute sich die Staatssekretärin eines der 13 Regenrückhaltebecken der Gemeinde an. Die Fläche ist für die Öffentlichkeit gesperrt, wurde aber bereits genau kartiert. Dort lebt unter anderem der Eisvogel. Für dieses Becken gibt es nun ein eigenes Blatt mit Empfehlungen, wie die Fläche in Zukunft gepflegt werden soll.

Das Land Schleswig-Holstein hat das Projekt zu 90 Prozent gefördert. Rellingen ist damit die erste Modellgemeinde dieser Art. Die Idee ist, dass andere Orte und auch private Eigentümer von diesen Erfahrungen lernen können.

Damit die Pläne nicht nur auf dem Papier stehen, wurden die Mitarbeiter des Bauhofs bereits geschult. Sie setzen die Maßnahmen nun Schritt für Schritt um. Erste Arbeiten laufen bereits, weitere folgen in der nächsten Zeit.

Öffentlich vorgestellt wird das Handbuch am 18. August im Ausschuss für Bauwesen und Umwelt. Wenn die Politik zustimmt, wird das Buch zur verbindlichen Grundlage für die Pflege aller gemeindlichen Flächen.

Quelle: Rellingen – zur Originalmeldung

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