Heist: Pilot stirbt bei Flugzeugabsturz
Der Pilot war eigentlich auf einer längeren Reise von Berlin Richtung Dänemark. Am Sonntagmittag legte er am Flugplatz Uetersen/Heist (Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein) eine Zwischenlandung ein. Gegen 13:00 Uhr startete der Mann aus Elmshorn mit seinem Motorflugzeug vom Typ Dyn'Aéro MCR4S wieder, um seine Fahrt fortzusetzen.
Doch kurz nach dem Abheben passierte etwas. Die Maschine stürzte ab und schlug in einem Waldstück in der Nähe des Flugplatzes auf. Der 42-Jährige war allein an Bord. Er erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Ein besonderes Detail am Flugzeug sorgte für zusätzlichen Aufwand: Die Maschine hatte ein ballistisches Rettungssystem. Das ist eine Art Notfall-Fallschirm, der mit einer Feststoffrakete in die Luft geschossen wird. Die Rakete wurde bei dem Absturz nicht ausgelöst und stellte deshalb eine Gefahr dar. Deshalb rückte der Kampfmittelräumdienst des Landeskriminalamtes an. Gegen 17:00 Uhr sprengten die Experten die Rakete kontrolliert, um die Gefahr zu bannen.
In der folgenden Nacht übernahm das Technische Hilfswerk die Arbeit. Die Helfer bargen das beschädigte Flugzeug aus dem Waldstück, damit die Unfallstelle geräumt werden konnte.
Die Polizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung suchen nun nach der Ursache für den Absturz. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass jemand anderes an dem Unglück schuld war. Die Ermittlungen der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe dauern an.