Reinickendorf: Drogenfahrt mit Waffen und gestohlenem Führerschein
Gegen 7:30 Uhr passierte ein 23-jähriger Mann in Reinickendorf (Berlin) eine Reihe von Unfällen. Zuerst touchierte er an der Ecke Dubliner Straße und Glasgower Straße einen Verkehrspoller. Anstatt anzuhalten, fuhr er einfach weiter.
Kurz darauf kam es an der Kreuzung Dubliner Straße und Holländerstraße zum nächsten Zusammenstoß. Der junge Mann steuerte auf ein entgegenkommendes Auto zu. Er lenkte im letzten Moment ein, raste dann aber gegen zwei geparkte Fahrzeuge. Es entstand ein hoher Sachschaden an den Autos.
Bei dem Unfall verletzte sich der Fahrer am Kopf. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er ambulant behandelt wurde. Die Polizisten bemerkten schnell, dass der Mann wohl unter dem Einfluss von Drogen stand. Er weigerte sich, vor Ort in ein Alkoholmessgerät zu pusten, und beschimpfte die Beamten zudem mit Drohungen. Später wurde im Krankenhaus Blut von ihm entnommen.
Als die Polizei das Auto durchsuchte, machten die Beamten eine Entdeckung: Im Wagen lagen ein Schlagstock und ein Einhandmesser griffbereit. Die Polizei nahm beide Waffen sofort an sich. Auch beim Führerschein des Mannes gab es eine Besonderheit. Er besaß zwar ein gültiges Dokument, doch er hatte dieses zuvor selbst als gestohlen gemeldet. Auch den Führerschein nahmen die Beamten mit.
Nach der ärztlichen Behandlung und den polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.