Regensburg: Mann wegen illegaler Arbeit verurteilt
Die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit vom Hauptzollamt Regensburg (Oberpfalz, Bayern) hatten Wind davon bekommen, dass in einer Eisengießerei im Landkreis Regensburg etwas nicht stimmte. Eine Firma aus Tschechien hatte dort Arbeiter im Rahmen eines Werkvertrags eingesetzt. Die Männer sollten Metallgussteile reinigen und schleifen.
Bei den Ermittlungen fiel den Zollbeamten auf, dass einige der Arbeiter keine gültigen Aufenthaltstitel hatten. Ohne diese Papiere ist eine Arbeit in Deutschland verboten. Im Zentrum der Ermittlungen landete ein 51-jähriger Mann aus Moldau.
Der Mann versuchte, die Beamten mit einem rumänischen Reisepass zu überzeugen. Das Dokument war jedoch erst ab Dezember 2023 gültig. Die Zollleute fanden heraus, dass der Mann bereits vom 1. Dezember 2022 bis zum 20. Dezember 2023 in der Gießerei gearbeitet hatte. In dieser gesamten Zeit war er nur moldauischer Staatsbürger und besaß keine Erlaubnis, in Deutschland Geld zu verdienen.
Das Amtsgericht Amberg hat den Fall nun abgeschlossen. Der Mann wurde wegen unerlaubten Aufenthalts zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt. Er muss die Strafe aber nicht sofort absitzen, denn das Gericht hat die Vollstreckung für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt.
Das Hauptzollamt Regensburg betont, dass bei Kontrollen gegen Schwarzarbeit immer auch geprüft wird, ob die Arbeiter überhaupt die rechtlichen Voraussetzungen für einen Aufenthalt in Deutschland erfüllen. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.