Ratingen: Hilfezeichen gegen Gewalt soll bekannter werden
Im Rathaus an der Minoritenstraße in Ratingen (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen) kam vor Kurzem eine wichtige Runde zusammen. Die Gleichstellungsbeauftragten aus allen zehn Städten des Kreises sowie die Vertreter des Kreises Mettmann trafen sich zu ihrer Konferenz. Die Gastgeberin Nadine Mauch begrüßte ihre Kollegen, um über aktuelle Themen und gemeinsame Pläne zu sprechen.
Ein großes Thema bei dem Treffen war das internationale SOS-Handzeichen gegen Gewalt. Dieses Zeichen ist für Menschen lebenswichtig, die in einer Notsituation sind, aber nicht laut um Hilfe rufen können. Mit einer einfachen Handbewegung können sie unauffällig signalisieren, dass sie in Gefahr sind.
Schon zu Beginn des Jahres gab es dazu eine Plakataktion im gesamten Kreis. Die Plakate entstanden in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch gegen häusliche Gewalt und weiteren Helfern. Nun wollen die Verantwortlichen die Aktion ausweiten und die Plakate noch gezielter verteilen.
Die Plakate sollen dort hängen, wo Betroffene oft vorbeikommen oder Hilfe suchen können. Geplant ist die Verteilung in Arztpraxen und Kindertagesstätten. Auf den Plakaten befindet sich ein QR-Code. Wer diesen scannt, bekommt sofort Informationen darüber, wie man richtig reagiert, wenn man das SOS-Handzeichen bei jemandem bemerkt.
Das Ziel der Aktion ist klar: Mehr Menschen sollen das Zeichen kennen. So wird die Chance größer, dass Passanten oder Mitarbeiter in Praxen hinsehen und helfen, wenn jemand heimlich um Unterstützung bittet.
Quelle: Ratingen – zur Originalmeldung