Ratingen: Eissporthalle bleibt wegen Bauschäden geschlossen
In Ratingen (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen) gibt es schlechte Nachrichten für den Eishockeysport. Die Eissporthalle kann nicht wie geplant Anfang September öffnen. Der Grund sind schwere Schäden am Gebäude, die eine Nutzung derzeit unmöglich machen.
Das Hauptproblem liegt beim Dach. Bei einer Stichprobe im Juni entdeckten Experten Risse an einem der Träger. Eine genauere Untersuchung zeigte dann das volle Ausmaß: Mindestens vier von zwölf Trägern müssen dringend saniert werden. Aktuell wird mit Messungen und Berechnungen geprüft, ob die gesamte Konstruktion überhaupt noch stabil genug ist.
Besonders knifflig ist die Temperatur in der Halle. Wenn das Eis liegt, verändert das die Belastung der Träger. Selbst wenn die Reparaturen klappen, müsste die Halle nach der Eisaufbereitung erst einmal einige Wochen lang genau beobachtet werden, um sicherzugehen, dass nichts passiert.
Neben den Problemen am Dach gibt es auch technische Mängel. Die Ammoniak-Kälteanlage muss bei der Notfall-Absicherung umgerüstet werden. Zudem ist ein Wärmetauscher ausgefallen und muss ersetzt werden. Allein diese technischen Arbeiten würden die Eröffnung bis Oktober verzögern.
Bürgermeister Patrick Anders betonte, dass die Sicherheit der Besucher an erster Stelle stehe. Er habe den Vorstand der Ice Aliens bereits informiert, da die Saisonplanung schon läuft. Die Stadt will den Verein in der schwierigen Lage unterstützen, kann aber momentan kein bespielbares Eis anbieten.
Ob im Oktober ein Notbetrieb möglich ist, wird derzeit geprüft. Das wäre jedoch der bestmögliche Fall. Ob und wann die Halle wieder voll genutzt werden kann, bleibt abzuwarten. Die Untersuchungen dauern an.
Quelle: Ratingen – zur Originalmeldung