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Rastatt plant Haushalt mit Hilfe der Bürger

Foto vom Parkplan der Stadt Rastatt Copyright und Urheber siehe Rastatt

Die Stadt Rastatt steckt in einer finanziellen Klemme. Nun sollen Ideen aus einer großen Bürgerversammlung helfen, das riesige Haushaltsloch zu stopfen.

In Rastatt (Baden-Württemberg) sieht es finanziell schlecht aus. Für das Jahr 2026 rechnet die Stadt mit einem Defizit von rund 47 Millionen Euro. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat den Haushalt zwar genehmigt, aber nur unter strengen Auflagen. Die Stadt muss deshalb nun genau prüfen, wo sie sparen kann. Das betrifft vor allem freiwillige Leistungen, Investitionen und allgemeine Standards.

Um eine Lösung zu finden, hat die Stadt im Juni eine Veranstaltung unter dem Motto „Haushalt im Dialog“ organisiert. Am 24. Juni trafen sich trotz großer Hitze mehr als 200 Menschen in der BadnerHalle. Dort haben die Bürger gemeinsam mit der Stadtführung darüber diskutiert, wo die Prioritäten in Zukunft liegen sollen.

Bei einer Befragung vor Ort wurde deutlich, was den Leuten wichtig ist. Am häufigsten wurden Kultur und Sport genannt, gefolgt von Steuern, Gebühren sowie Themen rund um Jugend, Familie und Senioren. Auch die Innenstadt, das Gewerbe und verschiedene Baumaßnahmen standen im Fokus. Viele Teilnehmer sagten zudem, dass sie sich selbst aktiv einbringen wollen – vor allem bei Sport, Kultur und in den Grünanlagen oder auf Spielplätzen.

Jetzt geht die Stadt den nächsten Schritt. Am Montag, den 27. Juli, informiert der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause über die Ergebnisse der Veranstaltung. Die Verwaltung soll in den nächsten Monaten prüfen, welche der Vorschläge aus der Bevölkerung fachlich machbar sind. Nach der Sommerpause sollen diese Ideen dann als konkrete Vorlagen in den Gemeinderat kommen, damit dort entschieden werden kann, was wirklich umgesetzt wird.

Die Sitzungen des Gemeinderats sind öffentlich. Die Stadt lädt ausdrücklich alle Menschen dazu ein, zuzuschauen – besonders diejenigen, die bei dem Dialog im Juni mitgemacht haben.

Quelle: Rastatt – zur Originalmeldung

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