Landkreis Rastatt gibt Tipps gegen Demenz
Im Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg) will man das Bewusstsein für Demenz stärken. Da die Menschen immer älter werden, steigt auch die Zahl derer, die mit Gedächtnisproblemen oder einer Demenz leben müssen. Das ist eine große Herausforderung für die Betroffenen, ihre Familien und auch für die Gemeinden.
Demenz ist dabei kein einzelnes Krankheitsbild. Der Begriff umfasst verschiedene Erkrankungen. Dabei lassen Fähigkeiten wie das Gedächtnis, die Sprache oder die Orientierung nach. Der Landkreis betont: Nicht jede kleine Vergesslichkeit ist sofort ein Zeichen für Demenz. Wenn die Probleme aber lange Zeit bestehen und den Alltag stören, sollte man zum Arzt gehen.
Man kann eine Demenz zwar nicht mit Sicherheit verhindern, da auch das Alter oder die Gene eine Rolle spielen. Aber man kann das Risiko senken. Das beginnt nicht erst im hohen Alter, sondern schon viel früher durch einen gesunden Lebensstil. Regelmäßige Spaziergänge, Bewegung im Alltag und gesundes Essen helfen dabei. Auch Lesen, Musik oder Gespräche halten den Geist aktiv. Wichtig ist vor allem, dass diese Dinge Spaß machen und dauerhaft in den Alltag eingebaut werden.
Zusätzlich hilft es, wenn Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Depressionen behandelt werden. Auch wer nicht raucht und wenig Alkohol trinkt, tut seinem Kopf etwas Gutes. Ebenso wichtig sind funktionierende Augen und Ohren.
Ein großer Faktor ist zudem der Kontakt zu anderen Menschen. Wer sich mit Nachbarn austauscht, in Vereinen aktiv ist oder ehrenamtlich arbeitet, stärkt seine geistige Aktivität und gibt seinem Tag eine Struktur. Soziale Kontakte und Angebote über verschiedene Generationen hinweg sind wichtige Bausteine, um gesund alt zu werden.