Rallye-Unfall löst Großbrand im Landkreis Birkenfeld aus
Am Donnerstagmittag kam es bei Reichenbach (Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz) zu einem schweren Unfall. Ein Rallyefahrzeug war auf einem Wirtschaftsweg unterwegs, allerdings ohne die nötige Genehmigung. Das Auto stürzte ab und löste einen Brand aus, der sich rasend schnell auf den Wald und die umliegende Vegetation ausweitete.
Die Feuerwehr aus Baumholder, Idar-Oberstein, Birkenfeld und Herrstein-Rhaunen rückte sofort aus. Insgesamt waren bis zum Abend etwa 220 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Arbeit war extrem schwierig, weil der Wind ständig die Richtung änderte. Die Retter mussten extrem wachsam sein, damit das Feuer nicht auf das Dorf Kronweiler oder das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach übergriff.
Um die Flammen zu stoppen, wurde eine riesige Maschinerie aufgefahren. Drei Polizeihubschrauber aus Rheinland-Pfalz und Hessen löschten aus der Luft. Auch die Bundeswehr, die US-Army und das THW halfen mit. Mit Pionierpanzern, Traktoren und schweren Maschinen schlugen sie Schneisen in den Wald, um dem Feuer den Weg abzuschneiden. Eine wichtige Stromleitung musste zeitweise abgeschaltet werden, konnte aber durch den schnellen Einsatz der Teams gerettet werden.
In der Nacht übernahmen sieben Züge aus dem Raum Trier die Arbeit, damit die erschöpften lokalen Kräfte sich ausruhen konnten. Auch der Landkreis Bad Kreuznach schickte Löschzüge und ein Messfahrzeug in den Einsatz.
Am Freitag ging es weiter mit der Suche nach Glutnestern. Da das Gelände steil und unwegsam ist, half die Forstverwaltung mit schweren Harvestern. Drohnen aus Trier und St. Wendel halfen dabei, die Lage aus der Luft zu beurteilen. Insgesamt brannten etwa 21 Hektar Wald und Land ab. Glücklicherweise gab es nur ein paar kleine Verletzungen, aber keine schweren Unfälle.
Das beschädigte Rallyefahrzeug wurde von der Polizei sichergestellt. Die Beamten untersuchen nun genau, wie es zu dem Unfall kam und wer für den Brand verantwortlich ist. Die Ermittlungen dauern an.