Polizei in Schwerin jagt Raser in Aktionswoche
Vom 3. bis zum 9. August 2026 geht die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt gegen zu schnelles Fahren vor. In Schwerin (Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern) und im gesamten Bundesland wird die Aktion „ROADPOL Speed Week“ durchgeführt. Die Beamten kontrollieren in dieser Zeit landesweit verstärkt die Geschwindigkeit der Autofahrer.
Der Grund für die strengen Kontrollen ist ernüchternd: Zu hohe Geschwindigkeiten sind auch im Jahr 2026 immer noch einer der häufigsten Gründe für tödliche Unfälle. Die Polizei will deshalb das Bewusstsein dafür schärfen, was passiert, wenn man das Tempolimit ignoriert.
Ein Blick auf die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigt ein gemischtes Bild. Insgesamt gab es in dieser Zeit 26.386 Verkehrsunfälle im Land. Immerhin starben 35 Menschen bei Unfällen – das sind 12 Menschen weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Toten ist damit um etwa 25 Prozent gesunken.
Innenminister Christian Pegel betont jedoch, dass jeder einzelne Todesfall genau untersucht wird. Die Behörden wollen so herausfinden, wo sie ihre Kontrollen und die Aufklärung noch besser platzieren können. Er appelliert an alle Fahrer, die Geschwindigkeit an die Straße und den Verkehr anzupassen, um Leben zu retten.
Hinter der Aktion steckt das europäische Netzwerk „Roadpol“. Dieser Zusammenschluss von Verkehrspolizeien aus der gesamten EU plant jedes Jahr solche Überwachungsaktionen, um die Straßen in Europa sicherer zu machen. Deutschland ist seit Ende 2020 Teil dieses Netzwerks.
Quelle: Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern – zur Originalmeldung