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Plauen legt versteckten Stadtbach wieder frei

In der Innenstadt von Plauen verschwindet bald der Beton. Die Syra soll zwischen Melanchthonstraße und Theaterstraße wieder ans Tageslicht kehren.

Mitten im Zentrum von Plauen (Sachsen) wird es bald grüner. Die Stadt plant, einen Teil des Syrabachs wieder freizulegen. Aktuell fließt das Wasser dort unter Asphalt und Beton verborgen durch die Stadt. Auf einer Länge von 125 Metern, genau zwischen der Melanchthonstraße und der Theaterstraße, soll der Bach nun wieder sichtbar werden.

Damit das klappt, gibt es eine Menge Geld vom Staat. Die Landesdirektion Sachsen hat rund 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln genehmigt. Insgesamt kostet das Projekt etwa 1,9 Millionen Euro. Das bedeutet, dass der Freistaat Sachsen 90 Prozent der Kosten übernimmt. Den finalen Bescheid hat der Präsident der Landesdirektion, Béla Bélafi, am Donnerstag direkt an Oberbürgermeister Steffen Zenner übergeben.

Der Plan sieht vor, dass die versiegelten Flächen entfernt werden. Statt grauem Beton kommen dann Ufer mit Bäumen und Sträuchern. Der Bach soll nicht schnurgerade verlaufen, sondern leichte Schwünge bekommen. Durch unterschiedliche Tiefen und kleine Becken entstehen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Ein wichtiger Schritt ist bereits erledigt: Auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle wurden Altlasten beseitigt. Ohne diese Reinigung wäre die Freilegung des Baches nicht möglich gewesen. Auch diese Vorarbeit wurde mit Geld aus der EU und vom Freistaat bezahlt.

Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Wenn alles klappt, wird aus dem versteckten Bach eine grüne Oase mitten in der Stadt, bevor die Syra am Neustadtplatz schließlich in die Weiße Elster mündet.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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