Pirmasens und Region fördern sechs neue Medizinstudierende
Beim Sommerfest in der Müllers Hütte in Körborn gab es gute Nachrichten für sechs junge Menschen. Sie haben Förderurkunden vom Verein „Ärzte für die Westpfalz“ erhalten. Die neuen Stipendiaten sind zwischen 19 und 33 Jahre alt. Sie kommen aus Göllheim, Mandel, Bundenthal und Kaiserslautern, wobei eine Studentin einen engen Bezug zum Landkreis Kusel hat.
Zum Wintersemester geht es für die sechs nun los: Drei von ihnen studieren Deutsch in Pécs, die anderen drei an der Semmelweis Universität in Budapest. Insgesamt fördert der Verein mittlerweile 37 angehende Mediziner. Je nachdem, wie groß die Förderung ist, übernimmt der Verein die Studiengebühren ganz oder teilweise. Außerdem werden die Studierenden während ihrer Ausbildung begleitet.
Das Ganze ist ein Tauschgeschäft: Wer das Geld bekommt, muss im Gegenzug seine klinischen Praktika und das Praktische Jahr in der Region absolvieren. Nach dem Studium müssen sie dann für mindestens drei bis fünf Jahre in der Westpfalz oder im Landkreis Bad Kreuznach als Ärzte arbeiten.
Finanziert wird das Programm durch viele Spender. Dazu gehören die Stadtverwaltung Pirmasens (Rheinland-Pfalz), die Kreisverwaltungen von Kusel und dem Donnersbergkreis sowie verschiedene Sparkassen, die Volksbank Kaiserslautern und Firmen wie die frogblue AG oder die Karl Bindewald GmbH. Auch Stiftungen und Privatpersonen helfen mit.
Zusätzlich gibt es eine neue Kooperation zwischen dem Westpfalz-Klinikum und der Semmelweis Universität Budapest. Unter dem Namen „Medical School Kaiserslautern“ entsteht ein neuer Weg: Die Studierenden lernen zuerst in Budapest und können ab 2028 den klinischen Teil ihres Studiums direkt in Kaiserslautern machen.
Wer den Verein unterstützen möchte, findet Infos zu Spenden unter www.aerzte-fuer-die-westpfalz.de. Bei Fragen helfen Katja Altmeyer von der Kreisverwaltung Kusel (Telefon 06381 / 424 – 323) oder Emily Becker von der Kreisverwaltung Donnersbergkreis (Telefon 06352 / 710 – 486) weiter. Alternativ gibt es die E-Mail-Adresse [email protected].
Quelle: Pirmasens – zur Originalmeldung