Pirmasens bittet Bürger beim Gießen von Stadtbäumen um Hilfe
In Pirmasens (Rheinland-Pfalz) stehen die Temperaturen seit Tagen über 30 Grad. Die starke Sonne und die anhaltende Trockenheit belasten vor allem die rund 600 Jungpflanzen der Stadt. Das Gartenamt kommt mit der Bewässerung nicht mehr hinterher.
Aktuell sind sieben Teams im Einsatz, die wöchentlich gut 80.000 Liter Wasser verteilen. Trotzdem reicht die Zeit nicht aus, um alle Straßenbäume in der Stadt und den sieben Ortsbezirken ausreichend zu wässern. Die Mitarbeiter des Wirtschafts- und Servicebetriebs haben ihre Kapazitätsgrenze erreicht.
Besonders die Bäume, die erst in den letzten fünf Jahren gepflanzt wurden, brauchen jetzt Hilfe. Sie leiden stark unter dem Wassermangel. Ältere Bäume können sich durch ihre tiefen Wurzeln meist besser selbst versorgen. Die Stadt bittet die Bürger daher, einmal pro Woche mindestens 50 Liter Wasser – das sind etwa fünf große Eimer – an den Stammfuß der Bäume vor der eigenen Haustür zu gießen.
Am besten nutzt man dafür Regenwasser oder sauberes Leitungswasser. Gegossen werden sollte in den späten Abendstunden, wobei das Wasser gleichmäßig im Baumbeet verteilt werden muss. Ein kurzes Gewitter in der letzten Nacht hat leider nicht wirklich geholfen. Da der Boden steinhart und ausgetrocknet ist, ist das Regenwasser einfach oberflächlich abgeflossen, ohne an die Wurzeln zu gelangen.
Einige Anwohner hatten sich bereits Sorgen gemacht, weil Blätter gelb werden oder sogar abfallen. Das ist laut Gartenamt eine natürliche Reaktion, um Wasser zu sparen. Ein Beispiel sind die Linden in der Straße Am Kuttelbrunnen im Ortsteil Fehrbach. Diese sahen erst tot aus, trieben aber nach gezielter Bewässerung wieder aus.
Die Stadt bittet nun alle Bewohner, auf auffällige Bäume zu achten. Wer Bäume sieht, die extrem vertrocknet wirken oder nicht mehr vital aussehen, soll dies per E-Mail an [email protected] melden. So können die Fachleute die Standorte prüfen und die Bäume pflegen.
Quelle: Pirmasens – zur Originalmeldung