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Pfaffenhofen aktualisiert Mietspiegel für 2026

Der Mietspiegel bietet eine Übersicht der Mieten in Pfaffenhofen. Copyright und Urheber siehe Pfaffenhofen an der Ilm

Der Stadtrat hat neue Richtwerte für die Mieten in der Stadt beschlossen. Die Daten sollen Vermietern und Mietern mehr Sicherheit geben.

In Pfaffenhofen an der Ilm (Landkreis Pfaffenhofen, Bayern) gibt es neue Zahlen für die Mieten. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung den aktualisierten Mietspiegel für das Jahr 2026 beschlossen. Die Stadt nutzt dieses Instrument bereits seit 2016, um die Preise für Wohnraum im Blick zu behalten.

Die aktuelle Anpassung lief über eine sogenannte Fortschreibung. Das bedeutet: Die Stadt hat nicht noch einmal alle Haushalte befragt, sondern die Werte von 2024 mit dem Verbraucherpreisindex verrechnet. Da die Preise zwischen Januar 2024 und Januar 2026 um 4,42 Prozent gestiegen sind, wurden auch die Grundmieten entsprechend angehoben. Die Zuschläge für die Lage oder die Ausstattung der Wohnungen bleiben hingegen gleich.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt den Trend: Die durchschnittliche Nettomiete liegt nun bei 10,42 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2024 waren es noch 9,98 Euro.

Im Stadtrat gab es zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen. Ein Mitglied des Rates, Herr Rohrmann, warnte davor, dass ein solcher Mietspiegel Mieterhöhungen eher fördern könnte, weil Vermieter die Vergleichsmieten als Vorlage nutzen. Stadtrat Gold sah das anders. Er war über den Mieterverein an den Vorversionen beteiligt und betonte, dass der Mietspiegel für beide Seiten Rechtssicherheit schafft. Für Mieter sei er ein Schutz gegen zu hohe Forderungen, für Vermieter eine faire Orientierung.

Bürgermeister Herker ergänzte, dass gerade in Pfaffenhofen der Wohnungsmarkt sehr angespannt ist. Ein qualifizierter Mietspiegel helfe dabei, übertriebene Mieterhöhungen zu verhindern. Zudem baue die Stadt über die „WBG“ Sozialwohnungen und setze das Einheimischemodell ein, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern.

Wer wissen will, was eine Wohnung in seiner Lage kosten darf, kann den Mietspiegel ab sofort im Internet unter pfaffenhofen.de/mietspiegel einsehen. In Kürze sollen auch gedruckte Exemplare bei der Stadtverwaltung ausliegen.

Da eine Fortschreibung die Marktlage nur annähernd abbildet, ist für 2028 eine komplette Neuerstellung geplant. Damals sollen wieder echte Daten aus den Haushalten erhoben werden, wie es bereits im Frühjahr 2024 bei über 8.000 Haushalten geschah.

Quelle: Pfaffenhofen an der Ilm – zur Originalmeldung

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