Oldenburg zahlt mehr Geld für Jugendarbeit
In Oldenburg (Niedersachsen) ändern sich die Regeln für die Förderung der Jugendarbeit. Der Stadtrat hat eine neue Richtlinie beschlossen, weil die alte Version von 2015 nicht mehr passte. Die Kosten für Vereine und Verbände sind in den letzten Jahren stark gestiegen, deshalb hebt die Stadt nun die Förderbeträge an.
Besonders bei Fahrten gibt es mehr Geld: Für Jugendfahrten zahlt die Stadt jetzt 5 Euro pro Person und Tag, vorher waren es nur 2,50 Euro. Wer ins Ausland fährt, bekommt 9 Euro pro Person und Tag, bei Fahrten innerhalb Deutschlands sind es 5 Euro. Auch die Ausbildung von Jugendleitern wird besser unterstützt. Hier steigt der Zuschuss von 4 auf 7 Euro pro Person und Tag.
Neu ist, dass die Stadt nun auch Fahrten und Ausbildungen fördert, bei denen nicht übernachtet wird. Außerdem gibt es jetzt Ermäßigungen für Leute mit dem Oldenburg-Pass, damit Geld keine Rolle bei der Teilnahme spielt. Wenn Vereine Dinge kaufen müssen, übernimmt die Stadt künftig bis zu 50 Prozent der Kosten, früher war es nur ein Drittel. Pro Träger sind das jährlich bis zu 3.000 Euro. Für Veranstaltungen, die die Gemeinschaft stärken, gibt es bis zu 300 Euro Unterstützung.
Auch bei den Räumen gibt es Regeln: Das „Haus der Jugend“ soll vorrangig genutzt werden. Wer externe Räume mietet, bekommt einen Zuschuss von maximal 3.000 Euro pro Jahr und Träger.
Damit der Papierkram für die Ehrenamtlichen weniger wird, führt die Stadt digitale Anträge und Abrechnungen ein. Wer lieber auf Papier arbeitet, kann das aber weiterhin tun. Bis zum Herbst lädt die Stadt die betroffenen Vereine und Verbände zu einem Workshop ins Haus der Jugend ein, um das neue Verfahren zu erklären.
Bisher waren im Haushalt jährlich 45.000 Euro für diese Zwecke eingeplant, wovon aber nicht alles genutzt wurde. Da die Sätze nun höher sind, rechnet die Stadt künftig mit Kosten von etwa 70.000 Euro pro Jahr. Damit die Regeln aktuell bleiben, sollen sie alle drei bis fünf Jahre gemeinsam mit den Trägern überprüft werden.
Quelle: Oldenburg – zur Originalmeldung