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Oldenburg: Alte Bienenstöcke im Müllcontainer entdeckt

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Jemand hat verwahrloste Bienenbeuten heimlich bei der Wertstoffannahme entsorgt. Nun prüft das Veterinäramt, ob eine Gefahr für andere Bienen besteht.

Am Samstag, den 25. Juli 2026, machten Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) in Oldenburg (Niedersachsen) eine ungewöhnliche Entdeckung. In einem Container der Wertstoffannahme lagen mehrere alte und verwahrloste Bienenstöcke, sogenannte Beuten. In den Holzrahmen befanden sich noch Wabenzellen und Honigreste.

Wer das Material dort abgeladen hat, ist nicht bekannt. Die Person konnte nicht ermittelt werden. Da Honigreste wilde Bienen anlocken, besteht ein Risiko: Bienen aus der Umgebung könnten die Reste fressen und so Krankheiten in ihre eigenen Völker tragen. Besonders gefährlich ist dabei die Amerikanische Faulbrut. Das ist eine bakterielle Erkrankung, die als meldepflichtige Tierseuche gilt. Für Menschen ist diese Krankheit jedoch ungefährlich.

Das Veterinäramt der Stadt und der Imkerverein Oldenburg schauten sich die Beuten an. Da die Waben schon länger nicht mehr genutzt wurden, konnten die Experten nicht sofort sagen, ob das Material gefährlich ist. Deshalb hat das Veterinäramt zwei Waben sichergestellt. Diese Proben gehen nun an das Institut für Bienenkunde Celle des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Die Untersuchung soll klären, ob Krankheitserreger oder Sporen der Amerikanischen Faulbrut vorhanden sind.

Um weitere Bienen fernzuhalten, wurden die Beuten und Waben sofort in großen Plastiksäcken verschlossen. Da niemand weiß, wie gesund die ursprünglichen Bienen waren, haben sich das AWB, das Veterinäramt und der Imkerverein geeinigt: Das gesamte Material wird vorsorglich verbrannt. So will man verhindern, dass sich mögliche Bienenkrankheiten ausbreiten.

Die Stadt erinnert in diesem Zusammenhang an die richtigen Regeln: Alte Waben und Honigreste müssen so verpackt werden, dass Bienen nicht herankommen. Am besten reinigt und desinfiziert man das Material vorher. Eine Entsorgung über den AWB ist zudem nur nach einer vorherigen Anmeldung möglich. Imker mit Fragen können sich an ihren örtlichen Verein wenden.

Die Ergebnisse der Laboruntersuchung aus Celle stehen noch nicht vor.

Quelle: Oldenburg – zur Originalmeldung

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