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Oldenburg prüft mögliche Giftstoffe in der Flugplatzbäke

Ein Verein hat Schadstoffe im Wasser gefunden. Die Stadt warnt nun vor dem Kontakt mit dem Bach und lässt eigene Proben untersuchen.

In Oldenburg (Niedersachsen) gibt es Verdacht auf eine Wasserverschmutzung. Ein Verein für Nachhaltige Stadtentwicklung hatte am 3. August 2026 Proben aus der Flugplatzbäke entnommen. Die Stelle lag beim Fahrradweg Peerdebrok, außerhalb des alten Fliegerhorst-Geländes. Ein Labor fand darin polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK.

Die Stadtverwaltung hält die Ergebnisse für vorerst nicht aussagekräftig, weil die Dokumentation der Probenentnahme fehlt. Trotzdem nimmt die Stadt die Sache ernst. Die Untere Wasserbehörde wird nun schnellstmöglich eigene Proben nehmen und analysieren lassen. Auch die Haaren-Wasseracht ist informiert, da sie für den Bach zuständig ist.

Die Stadt warnt die Menschen: Im Bachbett sollte vorerst nicht gespielt werden. Außerdem soll niemand Wasser aus dem Bach entnehmen. PAK können krebserregend sein. Sie gelangen über die Haut, die Atemwege oder die Nahrung in den Körper und bleiben lange im Organismus.

Einige vermuten einen Zusammenhang mit einem alten Schießstand auf dem Gelände des früheren Fliegerhorsts. Die Stadt sieht das anders. Bisherige Grundwasseruntersuchungen am Schießstand waren unauffällig. Zudem fließt das Grundwasser dort nicht in Richtung der Flugplatzbäke. Dennoch hat der Stadtrat am 31. August beschlossen, eine große Kontrolluntersuchung zu starten. Dabei werden nicht nur die Stelle beim Peerdebrok, sondern auch das Regenrückhaltebecken und die Ofenerdieker Bäke geprüft.

Parallel dazu wird der ehemalige Schießstand selbst genauer unter die Lupe genommen. Ein Sachverständigenbüro prüft derzeit, ob und wie dort gegraben werden kann und welche Risiken das mit sich bringt.

Rechtlich scheint die Sache vorerst geklärt: Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hatte ein Verfahren wegen illegaler Abfälle bereits im Juni 2026 eingestellt. Auch das Umweltministerium sah keine Probleme bei der Sicherung der Schießbahn. Die Stadt betont, dass dort kein Giftmüll illegal verkippt wurde.

Die Ergebnisse der neuen Untersuchungen sollen später öffentlich gemacht werden. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Oldenburg – zur Originalmeldung

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