Oldenburg: Neue Kunstausstellung im Horst-Janssen-Museum
Im Horst-Janssen-Museum in Oldenburg (Niedersachsen) gibt es ab dem 15. August eine besondere Ausstellung. Unter dem Titel „What Is the Truth and Where Did It Go?“ werden die Werke des berühmten Zeichners Horst Janssen mit Arbeiten der Künstlerin Andrea Ziegler kombiniert. Eröffnet wird die Schau bereits am Freitag, den 14. August, um 19 Uhr.
Die Künstlerin Andrea Ziegler nutzt dafür Maschinenstickereien, die sie komplett in Freihand fertigt. Sie nimmt Motive von Janssen auf und übersetzt sie in eine moderne Bildsprache. Dabei geht es vor allem darum, wie wir in einer Welt voller Technik und Medien die Wahrheit wahrnehmen. Ein Beispiel ist das Attentat auf John F. Kennedy von 1963, das Ziegler als Symbol für den Verlust eines gemeinsamen Wahrheitsverständnisses nutzt.
Die Ausstellung ist in verschiedene Bereiche unterteilt. In einem Teil geht es um die Wahrnehmung von Natur und Katastrophen, in einem anderen um den Blick auf Technik und die Ideologien großer Tech-Firmen. Auch persönliche Krisen und medizinische Themen spielen eine Rolle, angelehnt an einen schweren Unfall, den Horst Janssen einst überlebte.
Besonders wichtig ist den Machern das echte Handwerk. Obwohl es in der Ausstellung auch um Künstliche Intelligenz geht, wurde kein einziges Werk mit KI erstellt. In einem Raum steht sogar eine ratternde Nähmaschine, um zu zeigen, was analoges Arbeiten bedeutet. Auf einer Tribüne finden zudem Vorträge und Diskussionen statt, damit die Menschen wieder direkt miteinander reden, statt nur über Algorithmen zu kommunizieren.
Wer selbst mitmachen will, kann an einem Stickrahmen-Tisch beim Künstler Patrick Giese im Workshop „Threadtalk“ mitwirken. Die Ausstellung läuft bis zum 8. November 2026.
Quelle: Oldenburg – zur Originalmeldung