Oer-Erkenschwick will Innenstadt entsiegeln und begrünen
In Oer-Erkenschwick (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) soll es in Zukunft kühler bleiben und Regenwasser besser versickern. Die Stadt startet deshalb das Programm „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“, kurz KRiS. Zusammen mit dem Lippeverband, der Zukunftsinitiative Klima.Werk und den Bürgern will die Stadt die Gebäude und Grundstücke fit für den Klimawandel machen.
Besonders die Innenstadt steht im Fokus. Der Stadtrat hat einen sogenannten Gestaltungsraum festgelegt, der fast einen halben Quadratkilometer groß ist. Das Ziel ist ambitioniert: Mehr als 89.000 Quadratmeter Fläche sollen entsiegelt werden. Das sind rund 31,5 Prozent der befestigten Flächen in diesem Bereich. So soll das Regenwasser nicht mehr direkt in die Kanalisation fließen, sondern vor Ort versickern. Das entlastet die Stadt bei Starkregen und mindert die Hitze im Sommer.
Eigentümer von Immobilien in diesem Bereich können nun Fördergelder beantragen. Das Land und der Lippeverband bezahlen zum Beispiel mit, wenn Parkplätze oder Einfahrten durch wasserdurchlässige Beläge ersetzt werden. Auch Gründächer, begrünte Fassaden oder spezielle Versickerungsflächen in Gärten werden gefördert.
Bürgermeister Shoaiub Nazir möchte die Menschen in der Stadt aktiv einbinden. Deshalb gibt es aktuell eine Umfrage, in der die Bürger sagen können, welche Maßnahmen ihnen wichtig sind und wo sie auf ihren eigenen Grundstücken Möglichkeiten sehen.
Zudem plant die Stadt Ortsteilrundgänge und Veranstaltungen, bei denen die Leute direkt vor Ort Fragen stellen können. Die Termine dafür werden noch bekannt gegeben. Wer sich jetzt schon informieren will, kann das online beim Klima.Werk oder beim Anpassungsmanagement der Stadt tun. Für Fragen steht Herr Schlotter unter der Telefonnummer 02368 691-362 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung.