Oer-Erkenschwick: Stadt-Website ist noch nicht barrierefrei
Die Stadt Oer-Erkenschwick (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) hat den Zustand ihrer offiziellen Website überprüft. Das Ergebnis: Die Seite ist nur teilweise barrierefrei. Das bedeutet, dass Menschen mit Sehbehinderungen, Gehörlosen oder Menschen mit kognitiven Einschränkungen an einigen Stellen Probleme haben, die Informationen zu finden oder zu lesen.
Es gibt mehrere konkrete Probleme. Zum Beispiel sind manche Farben bei Links nicht kontrastreich genug, sodass man sie schlecht erkennen kann. Auch die Bedienung nur mit der Tastatur funktioniert nicht überall; manche Menüs oder Slider lassen sich ohne Maus nicht erreichen. Zudem fehlen bei einigen Bildern die beschreibenden Texte, die normalerweise von Vorlese-Programmen für Blinde genutzt werden. Auch die Struktur der Überschriften ist teilweise unlogisch aufgebaut.
Besonders schwierig ist es bei Videos und Dokumenten. Viele PDF-Dateien sind nicht barrierefrei. Bei YouTube-Videos fehlen oft Untertitel oder eine Beschreibung für Blinde. Zudem gibt es wichtige Informationen bisher weder in Leichter Sprache noch in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Die Stadt erklärt, dass sie an der Besserung arbeitet, aber manche Dinge – wie alte PDFs oder Inhalte von anderen Anbietern – zu aufwendig oder technisch nicht machbar seien.
Wer ein Dokument benötigt, das nicht barrierefrei ist, kann sich an die Pressestelle der Stadt wenden. Diese ist per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 0 23 68 / 691 - 250 erreichbar. Die Stadt verspricht, Anfragen innerhalb von sechs Wochen zu beantworten.
Sollte die Stadt nicht reagieren oder die Antwort nicht ausreichen, gibt es eine kostenlose Hilfe. Betroffene können sich an die Ombudsstelle für barrierefreie Informationstechnik NRW wenden, um eine Lösung ohne Gericht zu finden.