Oer-Erkenschwick setzt auf Klimaschutz und Energieeinsparung
In Oer-Erkenschwick (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) wird schon lange an der Energieeinsparung gearbeitet. Bereits in den 1990er Jahren startete die Stadt mit ersten Maßnahmen. In den kommunalen Gebäuden wurde Brennwerttechnik eingeführt und die Heizungen so eingestellt, dass man sie per Fernabfrage steuern kann. Zudem wurden die Lampen nach und nach auf LED-Beleuchtung umgestellt.
Im Jahr 2001 trat die Stadt dem „Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder/ Alianza del Clima e.V.“ bei. Damit verpflichtete sich die Kommune offiziell, die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Um die Bürger und die Mitarbeiter in der Verwaltung für das Thema zu sensibilisieren, gab es verschiedene Projekte. So wurde ein Solarpotentialkataster erstellt und auf dem Dach des Willy-Brandt-Gymnasiums eine Photovoltaikanlage installiert. Außerdem kaufte die Stadt Elektrofahrräder an und nahm an der Aktionswoche „E-fit“ der EnergieAgentur.NRW teil.
Ende 2011 beauftragte die Stadt die Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft mit der Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit übernahm dabei 95 Prozent der Kosten. Am 28. Februar 2013 beschloss der Stadtrat einstimmig, dieses Konzept umzusetzen und ein Controlling-System einzuführen, um die Fortschritte zu überwachen.
Auf dieser Basis wurde die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen. Auch hierfür gab es Unterstützung durch das Bundesumweltministerium bei der Nationalen Klimaschutzinitiative. Für den Zeitraum vom 1. Dezember 2017 bis zum 30. November 2019 erhielt die Stadt eine Anschlussförderung für die beratende Begleitung durch die Fachkraft.
Wer Fragen zum Klimaschutz in der Stadt hat, kann sich an die Klimaschutzmanagerin Sina Surmann wenden. Ihr Büro befindet sich im Rathaus am Rathausplatz 1. Sie ist telefonisch unter 02368 / 691-359 oder per E-Mail unter [email protected] erreichbar.