Oberviechtach sucht Unterstützung für Streuobst-Projekt
In Oberviechtach (Landkreis Schwandorf, Bayern) gibt es einen Plan, die Natur in der Region zu retten. Unter dem Namen „Biodiversitätsstrategie“ will die Stadt die biologische Vielfalt schützen. Ein wichtiger Teil davon ist das Projekt zum Streuobst. Alte Obstwiesen haben früher die Menschen versorgt, sind heute aber oft ungepflegt oder verschwunden.
Jetzt wollen die Stadt, der Obst- und Gartenbauverein sowie der Verein Goldmacher die Bestände wieder aufleben lassen. Dafür wird Hilfe benötigt. Die Stadt sucht Menschen, die Streuobst abgeben können, weil sie die Früchte nicht selbst verbrauchen. Auch wer eine neue Streuobstwiese anlegen will oder ungepflegte Bäume auf seinem Grund hat, soll sich melden. Zudem werden Helfer gesucht, die beim Sammeln der Früchte oder bei der Einlagerung im städtischen Keller mit anpacken.
Wer mitmachen will, kann sich an Frau Setzer wenden. Erreichbar ist sie unter der Telefonnummer 09671 307-17 oder per E-Mail an [email protected]. Wichtig ist, dass die Helfer ihren Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten angeben. Wer eine Fläche zur Verfügung stellt, sollte zusätzlich die Flurstücksnummer mit Gemarkung oder die genaue Adresse der Fläche nennen.
Dieses Projekt ist Teil eines größeren Plans, der bereits im Dezember 2022 vom Stadtrat beschlossen wurde. Zuvor gab es Workshops und Expertengespräche, um die Natur in Wäldern, Gewässern und Siedlungen besser zu vernetzen. Neben dem Streuobst gibt es weitere Ideen, wie etwa die Begrünung des Industriegebiets West oder die Aufwertung von Dorfweihern in Pirk und im Ort.
Auch ein sogenanntes „Ökokonto“ wird aufgebaut. Damit legt die Stadt schon jetzt Naturflächen an, damit spätere Bauprojekte für Wohnungen oder Gewerbe besser ausgeglichen werden können. In Obermurach wurde so bereits eine Fläche mit einer Steinmauer, Totholz und einem kleinen Teich für Amphibien aufgewertet.