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Oberviechtach setzt auf mehr Natur und Artenvielfalt

Bild vergrößern: Grafik Definition Biodiversität Copyright und Urheber siehe Oberviechtach

Die Stadt hat eine Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen. Mit Projekten wie dem Erhalt von Streuobstwiesen will Oberviechtach die Natur in der Region schützen.

In Oberviechtach (Landkreis Schwandorf, Bayern) gibt es einen Plan, um die Natur in der Heimat zu retten. Der Stadtrat hat die sogenannte Biodiversitätsstrategie für das Oberviechtacher Land einstimmig beschlossen. Ziel ist es, Lebensräume in Wäldern, Gewässern und Siedlungen besser zu vernetzen und zu schützen.

Bevor der Plan feststand, gab es viel Vorarbeit. Seit Oktober 2021 haben Experten und Ortskundige Gespräche geführt. In drei Workshops im Jahr 2022 haben Bürger und Fachleute gemeinsam überlegt, wo es hakt und wo Chancen liegen. Dabei wurden Themen wie die Pflege von Hecken, die Gestaltung von Gewerbegebieten und der Schutz von Gewässern besprochen. Begleitet wurde der ganze Prozess vom Büro landimpuls aus Regenstauf.

Ein wichtiges Projekt ist der Erhalt von Streuobst. Die Stadt arbeitet hier mit dem Obst- und Gartenbauverein sowie dem Verein Goldmacher zusammen. Es geht darum, alte Obstwiesen wiederzubeleben. Die Stadt sucht deshalb aktiv nach Menschen, die Streuobst abgeben können oder Hilfe bei der Pflege ihrer Bäume brauchen. Wer mitmachen will oder eine neue Streuobstwiese anlegen möchte, kann sich bei Frau Setzer unter der Telefonnummer 09671 307-17 oder per E-Mail ([email protected]) melden. Um die Leute fit zu machen, gab es bereits einen Baumschneidekurs, an dem auch Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky teilnahm.

Auch andere Aktionen sind bereits gestartet. So fand im März 2023 das erste Saatgutfestival im Emil-Kemmer-Haus statt, um das Wissen über regionale Samen zu fördern. Im Industriegebiet West wurde zudem ein „BioDiv Pfad“ eingeweiht, bei dem Schüler der Doktor Eisenbarth Mittelschule Infotafeln zu den Pflanzen gestaltet haben.

Zusätzlich baut die Stadt ein sogenanntes Ökokonto auf. Das bedeutet, dass die Gemeinde schon jetzt Flächen ökologisch aufwertet, bevor sie später für neue Baugebiete genutzt werden. In Obermurach hat der Bauhof deshalb bereits eine Lesesteinmauer und einen Totholzhaufen angelegt sowie ein kleines Gewässer für Amphibien geschaffen.

Für die Zukunft sind weitere Schritte geplant. Im Haushalt 2024 ist Geld für die Verbesserung der Dorfweiher vorgesehen, wobei es vor allem um den Weiher in Pirk und den Marktweiher geht. Zudem soll ein Arbeitskreis die Strategie dauerhaft begleiten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Oberviechtach – zur Originalmeldung

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