Oberbergischer Kreis will Pflege und Beruf leichter vereinen
Im Oberbergischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) wird es für Beschäftigte der Verwaltung einfacher, wenn zu Hause jemand Pflege braucht. Landrat Klaus Grootens hat am 28. August 2026 die Charta „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ unterschrieben. Damit bekennt sich der Kreis offiziell dazu, eine pflegefreundliche Arbeitskultur zu schaffen.
Oft passiert es ganz plötzlich: Ein Familienmitglied wird pflegebedürftig und die Betroffenen müssen innerhalb kürzester Zeit alles neu organisieren. Das ist eine enorme Belastung, die oft dazu führt, dass Menschen ihren Job aufgeben müssen. Der Kreis möchte das verhindern. Durch bessere Informationen und passende Angebote sollen die Mitarbeiter unterstützt werden, damit sie auch in schwierigen Lebensphasen im Berufsleben bleiben können.
Auf die Idee kam die Verwaltung nicht allein. Das Pflegenetzwerk Oberberg e.V. (P.NetO) hatte den Kreis auf die Initiative aufmerksam gemacht. Das Netzwerk arbeitet generell daran, die Pflege-Hilfen in der gesamten Region zu verbessern.
Die Charta ist Teil eines größeren Programms des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, Arbeitgeber dazu zu bewegen, ihren Angestellten konkrete Hilfestellungen anzubieten, wenn die Pflege von Angehörigen im Alltag ansteht.
Welche konkreten neuen Angebote oder Regelungen es für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung nun gibt, wurde in der Mitteilung nicht detailliert aufgeführt. Es bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung im Arbeitsalltag genau aussieht.