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Oberbergischer Kreis schiebt radikalisierten 18-Jährigen nach Kroatien ab

Ein junger Mann, der in der Haft radikal wurde, musste den Oberbergischen Kreis verlassen. Die Ausländerbehörde setzte die Abschiebung am 13. Juli durch.

Ein 18-jähriger Kroate wurde am 13. Juli 2026 aus dem Oberbergischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) abgeschoben. Der junge Mann war zuvor in der Justizvollzugsanstalt Wuppertal eingesperrt, weil er unter anderem jemanden körperlich verletzt hatte.

Während er seine Strafe absaß, bemerkten die Sicherheitsbehörden eine gefährliche Entwicklung: Der junge Mann, der zum Islam konvertiert war, radikalisierte sich zusehends. Er soll sich in Richtung Salafismus und Dschihadismus bewegt haben. Wegen dieser Erkenntnisse schalteten sich mehrere Behörden und Ministerien ein, um den Fall genau zu prüfen.

Da der junge Mann durch sein Verhalten und seine Straftaten sein Recht verlor, in der EU frei zu reisen, wurde er ausreisepflichtig. Damit er nicht einfach untertaucht, sobald er aus dem Gefängnis kommt, hatte die Ausländerbehörde beim Amtsgericht Abschiebungshaft beantragt. So konnte der Mann direkt nach seiner Entlassung aus der Haft gegriffen und nach Kroatien zurückgebracht werden.

Landrat Klaus Grootens erklärte, dass glücklicherweise noch keine konkrete Gefahr für die Menschen in der Region bestand. Er betonte jedoch, dass der Fall sehr aufwendig war und viele Mitarbeiter der Behörden gebunden habe. Nur durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienste konnte die Gefahr frühzeitig erkannt und gestoppt werden.

Weitere Angaben zu der Person liegen bislang nicht vor.

Quelle: Oberbergischer Kreis – zur Originalmeldung

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