Oberbergischer Kreis: Bienenkrankheit breitet sich weiter aus
Im Nordkreis des Oberbergischen Kreises (Nordrhein-Westfalen) gibt es ein Problem mit den Bienen. Am 10. Juni 2026 wurde zum ersten Mal in Hückeswagen die sogenannte Amerikanische Faulbrut festgestellt. Das Veterinäramt hat daraufhin die Umgebung untersucht und weitere befallene Bestände gefunden. Der letzte Ausbruch wurde am 6. August 2026 in Radevormwald gemeldet.
Weil die Krankheit wandert, wurden die Sperrbezirke nun vergrößert. Diese Gebiete reichen mittlerweile über Radevormwald hinaus bis an die Grenzen zum Märkischen Kreis und zum Ennepe-Ruhr-Kreis. Eine vierte Allgemeinverfügung ist bereits in Kraft getreten.
Bei der Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Die Flugbienen tragen Sporen in den Bienenstock, wo sie die Brut befallen. Die jungen Bienen sterben dann größtenteils ab. Das Volk wird immer kleiner, überaltert und stirbt am Ende, weil es nicht mehr stark genug für den Winter ist. Erwachsene Bienen werden selbst nicht krank. Um die Ausbreitung zu stoppen, müssen befallene Völker saniert oder im schlimmsten Fall getötet werden.
Für Menschen besteht keine Gefahr. Auch der Honig ist sicher und kann ganz normal gegessen werden.
Imker, die im Sperrbezirk Bienen halten, müssen sich jetzt an strenge Regeln halten. Sie müssen ihren Bestand und die Standorte sofort dem Veterinäramt melden. Bewegliche Bienenstände dürfen nicht weggebracht werden, und es dürfen keine neuen Bienen in das Gebiet kommen. Auch Waben, Wachs, Honig oder benutzte Geräte dürfen die Stände nicht verlassen. Das Veterinäramt wird alle Bienenstände im Sperrbezirk sowie Kontaktstände in nächster Zeit kontrollieren.
Eine interaktive Karte der Sperrbezirke und ein Meldebogen für Imker sind unter www.obk.de/faulbrut zu finden. Bei Fragen ist das Veterinäramt unter der Telefonnummer 02261 88-3903 erreichbar.