Nürnberg will Klärwerke bis 2035 klimaneutral machen
Die zwei Klärwerke in Nürnberg (Mittelfranken, Bayern) gehören zu den größten Stromfressern der Stadt. Deshalb hat die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) einen Plan: Bis zum Jahr 2035 sollen die Anlagen klimaneutral arbeiten. Das bedeutet, dass der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich sinken muss.
Ein Teil der Arbeit ist bereits erledigt. Durch neue Verdichteranlagen konnte der Stromverbrauch in den beiden Werken schon um etwa sechs Prozent gedrückt werden. Jetzt geht es darum, die eigene Energieerzeugung massiv auszubauen. Bisher kommen die Anlagen mit rund 70 Kilowatt-Peak an Photovoltaik aus. Das soll drastisch gesteigert werden. Geplante und bereits im Bau befindliche Solaranlagen sollen die Leistung auf etwa 1,5 Megawatt-Peak heben.
Neben der Sonne nutzt die Stadt auch das Gas, das bei der Reinigung des Abwassers entsteht. Zudem wird gerade zusammen mit der N-Ergie geprüft, ob man die Wärme aus dem Abwasser für die Fernwärme in der Stadt nutzen kann. Aktuell produziert die SUN bereits 100 Prozent der benötigten Wärme und etwa 62 Prozent des Stroms selbst. Das macht die Stadt unabhängiger von anderen Energielieferanten und spart auf Dauer Kosten.
Ein Problem bleibt jedoch: Bei der biologischen Reinigung des Wassers entstehen Gase, die man mit der heutigen Technik kaum verhindern kann. Die Stadt arbeitet deshalb mit Forschungseinrichtungen zusammen, um neue Wege zu finden, auch diese Emissionen noch weiter zu reduzieren.
Weitere Details zu den technischen Umsetzungsschritten liegen bislang nicht vor.
Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung