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Nord Stream: Verdächtiger Taucher in Kroatien festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat einen ukrainischen Staatsbürger in Pula festnehmen lassen. Er soll bei der Sprengung der Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 geholfen haben.

Ein ukrainischer Mann wurde am Morgen des 19. August 2026 in Pula (Kroatien) festgenommen. Die Polizei vor Ort führte die Verhaftung durch, während die Generalpolizeidirektion in Zagreb den Einsatz koordinierte. Grundlage für die Festnahme war ein europäischer Haftbefehl, den ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe (Baden-Württemberg) bereits im Juni 2024 ausgestellt hatte.

Der Mann ist ausgebildeter Taucher. Er soll Teil einer Gruppe um einen anderen Mann namens Serhii K. gewesen sein. Die Gruppe plante im September 2022 den Anschlag auf die Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 in der Nähe der Insel Bornholm. Für die Aktion mieteten sie über Mittelsmänner eine Segelyacht bei einer deutschen Firma. Dabei benutzten sie gefälschte Ausweispapiere, um nicht aufzufallen.

Die Yacht startete in Rostock. Der Verdächtige soll dann die nötigen Tauchgänge durchgeführt haben, um die Sprengsätze an den Pipelines zu platzieren. Am 26. September 2022 detonierten die Ladungen. Die Explosionen verursachten schwere Schäden an beiden Leitungen.

Nun soll der Mann aus Kroatien nach Deutschland überstellt werden. Danach wird er dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Gegen den anderen Beteiligten, Serhii K., wurde bereits im Juni 2026 vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg Anklage erhoben.

Dem Festgenommenen wird Sabotage, die Zerstörung von Bauwerken und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Justiz. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA) – zur Originalmeldung

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