Nienburg bekommt wertvolle Kunstwerke von Friedrich Deckner
Die Stadt Nienburg (Niedersachsen) hat Zuwachs in ihrer Kunstsammlung bekommen. Es geht um Werke von Friedrich Deckner, einem bekannten Musiker und Komponisten, der eng mit der Stadt verbunden war. Mehrere Menschen haben private Schätze an die Stadt übergeben.
Sabine Allermann, die Tochter des Künstlers, brachte sieben Gemälde und einige persönliche Unterlagen ins Stadtarchiv. In seinen Bildern verband Deckner oft die Musik mit der Malerei. So gibt es ein Werk namens „Kammerton a“ und eines, das eine Orgel mit zwei Händen und zwei Füßen zeigt. Letzteres ist im Grunde eine musikalische Komposition, die er zeichnerisch festgehalten hat.
Auch Ute Hoffmann schenkte der Stadt ein besonderes Stück. Es ist ein Aquarell aus dem Jahr 1958, das aus Deckners erster Zeit in Nienburg stammt. Das Bild zeigt eine Szene an einer Theke, wo ein Mann und eine Frau auf Barhockern sitzen und Cocktails trinken. Eigentlich sollte das Bild ein Entwurf für das Weserschlösschen werden, wurde dann aber als Geschenk für eine Verlobung genutzt.
Friedrich Deckner wurde 1915 in Elbing geboren. Obwohl er eine Ausbildung zum Plakatmaler machte, war die Musik seine eigentliche Leidenschaft. 1953 zog er nach Nienburg und wurde dort zu einer wichtigen Figur im Kulturleben. Viele kennen seine Hausspruchkantate oder den Gong im Theater. Für seine Arbeit erhielt er unter anderem den Niedersächsischen Verdienstorden 1. Klasse.
Der Künstler starb im August 2009. Während seine Musiknoten im Archiv der Verdener DomMusiken liegen, bleiben seine Bilder nun in Nienburg. Die neuen Gemälde und Skizzen ergänzen die städtische Sammlung und bewahren so das Andenken an den Komponisten.